Bundesleistungswettbewerb im Kfz-Gewerbe NRW, Bayern und Sachsen auf den ersten Plätzen

Autor Doris Pfaff

Zwar musste der Bundesleistungswettbewerb im Kfz-Gewerbe in diesem Jahr absagt werden, Gewinner gibt es aber dennoch. Die Kfz-Landesverbände Bayern und Nordrhein-Westfalen sind jeweils auf den ersten Plätzen bei den Kfz-Mechatronikern vertreten. Der beste Autokaufmann kommt in diesem Jahr aus Sachsen.

Firmen zum Thema

Johannes Hirschbeck (Foto) vom Autohaus Brüller in Bayern belegt zusammen mit Maximilian Beer aus Essen den ersten Platz als bester Kfz-Mechatroniker.
Johannes Hirschbeck (Foto) vom Autohaus Brüller in Bayern belegt zusammen mit Maximilian Beer aus Essen den ersten Platz als bester Kfz-Mechatroniker.
(Bild: Ralf Schmitt)

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Absprache mit dem Kfz-Landesverband Hessen als Ausrichter den Bundesleistungswettbewerb absagen müssen.

Die Sieger ermittelte der ZDK nun erstmalig mit dem Zentralverband Deutsches Handwerk (ZDH) anhand der Noten der Teilnehmer, die sich bereits auf Ebene der Kfz-Landesverbände als Beste qualifiziert hatten. Zugrunde gelegt wurden die Ergebnisse aus der Gesellenprüfung beziehungsweise der Abschlussprüfung.

Bildergalerie

Den ersten Platz als bester Kfz-Mechatroniker teilen sich wegen gleicher Punktzahl Johannes Hirschbeck vom Autohaus Prüller KG in Neuburg a. d. Donau (Bayern) und Maximilian Theo Beer von der Käferschmiede Essen e. K. in Essen. Platz zwei entfällt deshalb. Platz drei belegt Dominik Tabatt vom Autohaus Wernicke GmbH in Neuruppin (Berlin-Brandenburg).

Bei den Automobilkaufleuten schnitt Markus Zilinsky vom Autohaus Horn & Seifert GmbH in Weißwasser (Sachsen) am besten ab. Den zweiten Platz belegt Andreas Scholler von der AVP Sportwagen GmbH in Platting (Bayern). Den dritten Platz sichert sich Bastian Weber von der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH in Frechen (NRW).

Pandemie verhindert Wettbewerb

Normalerweise hätten sich die jungen Frauen und Männer, die von ihren Landesverbänden ins Rennen geschickt wurden, in einem aufwendigen Wettbewerb beweisen müssen. Auf die 16 Kfz-Mechatroniker warten zu normalen Bedingungen an 16 Stationen Aufgaben aus dem Werkstattalltag. Dabei geht es um Probleme oder Fragen aus den Bereichen Motormanagement, Fahrzeugsysteme, Hybridfahrzeuge sowie Elektromobilität.

Auch die Automobilkaufleute müssen ihr Können und Wissen unter Beweis stellen. Sie werden in Kundengesprächssituationen getestet und müssen meist auch einen Marketingplan erarbeiten.

Trotz der Freude über die Auszeichnung und Titel schwang bei den Siegern auch etwas Enttäuschung mit, dass sie sich nicht mit den Herausforderern im praktischen Teil messen konnten.

Ziel des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks ist es, die Bedeutung der betrieblichen Ausbildung vorzustellen und begabte Gesellen zu fördern. Im Schnitt nehmen rund 130 Handwerksberufe mit rund 3.000 Gesellen daran teil, die jeweils in ihrem Gewerk um den Titel des Bundessiegers kämpfen.

Wann die vom ZDH geplante Siegerehrung stattfinden kann, ist noch offen. „Wir gehen positiv in das nächste Jahr und freuen uns auf einen Bundesleistungswettbewerb 2021 in der Landesfachschule in Frankfurt“, hatte sich Joachim Kuhn, Geschäftsführer des hessischen Kfz-Gewerbes, bei der Absage des Bundesleistungswettbewerbs optimistisch gezeigt.

(ID:47008081)