Ausbildung im Kfz-Gewerbe NRW prüft seine angehenden Gesellen digital

Von Nick Luhmann

„Schneller, besser, digital“ lautet das Motto im Kfz-Gewerbe in NRW. Inzwischen führt das Kfz-Handwerk an 16 Standorten seine Gesellenprüfungen digital durch. Neu dabei ist auch die Kölner Innung.

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Am Prüfungsstandort Mönchengladbach informierte sich Präsident Frank Mund (Mitte) bei Sven May, Schulleiter BKFT Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Technik (links), zusammen mit Alexander Brand, Referent Berufsbildung beim Kfz-Gewerbe NRW, über den Ablauf der Prüfung.
Am Prüfungsstandort Mönchengladbach informierte sich Präsident Frank Mund (Mitte) bei Sven May, Schulleiter BKFT Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Technik (links), zusammen mit Alexander Brand, Referent Berufsbildung beim Kfz-Gewerbe NRW, über den Ablauf der Prüfung.
(Bild: Kfz-Gewerbe NRW)

Das papierlose Prüfungsformat bewährt sich. Anfang Dezember hatten die Auszubildenden im Kfz-Handwerk nun auch den zweiten Teil der landeseinheitlichen Gesellenprüfung in NRW zu absolvieren. An 16 Prüfungsstandorten füllten insgesamt 4.000 Auszubildende den Fragenkatalog digital, also am PC, aus.

Prüfungsstandorte, die das Projekt von Beginn an begleitet haben, waren auch bei diesem Durchlauf von der Onlineprüfung begeistert. Standorte wie Hattingen (Kfz-Innung Hagen-Ennepe-Ruhr), Bochum oder Erkelenz (Kfz-Innung Heinsberg) waren bereits zum vierten beziehungsweise fünften Mal dabei. Die Prüfung lief an allen Standorten reibungslos, und die Azubis bedienten die Prüfungsplattform intuitiv und hoch konzentriert, meldete das Kfz-Gewerbe NRW.

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Erstmalig dabei war der Prüfungsstandort in Mönchengladbach. Live vor Ort beobachtete Frank Mund, Präsident des Kfz-Gewerbes NRW und zugleich Kreishandwerksmeister in Mönchengladbach, zusammen mit dem Schulleiter des Berufskollegs Sven May und Alexander Brand vom Landesverband den Ablauf.

Mund war begeistert: „Die Digitalisierung der Ausbildung ist ein wegweisender Schritt für die gesamte Branche. Unser Team in Hilden und die Prüfer vor Ort haben eine herausragende Performance bewiesen. Ihnen gilt mein großer Dank!“

Den größten Neuzuwachs zeigte Köln mit mehr als 110 Prüflingen. Auch hier waren Prüfungsausschuss, Ausbilder, Berufsschullehrer und Azubis mehr als zufrieden. „Wir haben in diesem Jahr erstmalig über die Prüfungsplattform von Kfz-NRW teilgenommen und werden dieses Erfolgsmodell auch fortsetzen“, sagte Claudia Weiler, Geschäftsführerin der Kfz-Innung Köln.

Die Auswertung der circa 180.000 Prüfungsfragen lag innerhalb von knapp zwei Stunden nach Beendigung der Prüfungen vor. Fast 1.000 Prüflinge hatten an der diesjährigen Gesellenabschlussprüfung teilgenommen.

Die Prüfungsplattform des Kfz-Gewerbes gelte als ein zentraler Baustein in der Digitalisierung der kompletten Ausbildung: von der Prüfungsvorbereitung über die Prüfung bis hin zu den Erfordernissen des lebenslangen Lernprozesses, sagte Mund. Die Nachbearbeitung und der Qualitätscheck werden schneller und einfacher. Statistische Auswertungen auf Knopfdruck helfen dabei, die Ausbildung im Kfz-Gewerbe fortwährend zu optimieren. Eine Option, die bei der reinen Papierprüfung bisher in dieser Form nicht möglich war – und nicht zuletzt eine große Entlastung für die ehrenamtlichen Mitglieder der Prüfungsausschüsse im Land, lobte Mund.

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