Maserati Nürnberg wieder besetzt

Autor: Jens Rehberg

Oppel Automobile mit Hauptsitz in Ansbach war 41 Jahre lang Mercedes-Partner. Dann stellte das Autohaus auf eine Mehrmarkenstrategie um – unter anderem mit Maserati.

Firmen zum Thema

Die neue Maserati-Vertretung zwischen Nürnberg und Ansbach.
Die neue Maserati-Vertretung zwischen Nürnberg und Ansbach.
(Bild: Maserati)

In Heilsbronn bei Nürnberg hat das Autohaus Oppel am 1. Januar Maserati in einen Filialbetrieb aufgenommen, der bisher Suzuki vertreten hat. Das japanische Importfabrikat markierte 2018 den ersten größeren Meilenstein im Rahmen der Umstrukturierung des Traditionshändlers, den es bereits seit über 90 Jahren in Ansbach gibt.

Der kürzlich umgebaute Schauraum 25 Kilometer vor den Toren der Frankenmetropole misst 250 Quadratmeter. Daran schließt sich ein rund 500 Quadratmeter großer Servicebereich an. Dort bietet Oppel neben Werkstattarbeiten für seine Maserati- und Suzuki-Kunden auch noch Service für Mercedes an – sowohl für Pkw als auch für Transporter und schwere Lkw. Das Oppel-Team in Heilsbronn umfasst insgesamt knapp 20 Kräfte.

Der Aufwand für den Schauraum-Umbau für die Marke mit dem Dreizack hielt sich zunächst offenbar in Grenzen, denn demnächst zündet Maserati eine neue CI-Stufe. Dieses kommende Update mit eingerechnet wird die Familie Oppel voraussichtlich insgesamt rund eine Viertelmillion Euro in den Start mit dem Edelfabrikat investieren.

Das deutsche Maserati-Partnernetz umfasst derzeit 26 Handels- und 4 reine Servicebetriebe.

„Die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter im Verkauf und Service von Premium-Automobilen ist eine gute Grundlage für die optimale Betreuung der anspruchsvollen Maserati-Kundschaft“, wird Geschäftsführerin Susanne Oppel in einer Presseerklärung des italienischen Importeurs zitiert.

Auf Anfrage sagte die Händlerin, sie habe sich für dieses Jahr zunächst 20 bis 40 Neuwagenverkäufe vorgenommen – „je nachdem, wie sich die Corona-Lage entwickelt.“ Mittelfristig peilt Susanne Oppel an, 80 bis 100 neue Maserati-Einheiten an dem Standort zu vermarkten.

Das Autohaus Oppel beschäftigt an sechs Standorten in Bayern und Sachsen insgesamt 340 Mitarbeiter. 2020 verkaufte das Unternehmen rund 2.200 Fahrzeuge, davon noch einmal gut 800 Mercedes-Neuwagen – damit ist allerdings nun Schluss. Mittelfristig will Susanne Oppel das mit Mercedes in Spitzenjahren erzielte Volumen übertreffen und jährlich circa 3.000 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge vermarkten.

(ID:47074401)

Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«