Österreich: Elektroautos dürfen schneller fahren als Verbrenner

Immissionsschutzgesetz-Luft wird geändert

| Autor: Christoph Seyerlein

Fahrer von Elektroautos genießen in Österreich ab 2019 gewisse Sonderrechte.
Fahrer von Elektroautos genießen in Österreich ab 2019 gewisse Sonderrechte. (Bild: Umbrailpass | Tesla Model S P85 / Jakob Härter / CC BY-SA 2.0)

Um die EU-Klimaziele für das Jahr 2030 zu erreichen, will Österreich die Elektromobilität voranbringen. Nun hat Elisabeth Köstinger, Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, die erste Maßnahme präsentiert, die die Regierung durchführt. Ab dem kommenden Jahr dürfen Fahrer von Elektroautos auf bestimmten Autobahnabschnitten, die mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h versehen sind, 130 km/h fahren.

Dafür ändert Österreich sein Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L). Betroffen sind den Angaben zufolge rund 440 Kilometer Autobahn. Jene Strecken seien traditionell hoher Abgas-Belastung ausgesetzt. Doch da Elektroautos „im Betrieb generell emissionsfrei“ seien, spräche nichts dagegen, ihnen höhere Geschwindigkeiten zuzugestehen als Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. So zumindest die Argumentationslinie der Ministerin.

Wörtlich teilte Köstinger mit: „Diese Ausnahme für E-Fahrzeuge ist ein Vorteil, den wir Besitzerinnen und Besitzern von E-Fahrzeugen gegenüber Verbrennungsmotoren geben wollen.“ Österreich liege schon heute im „EU-Spitzenfeld bei der Elektromobilität.“ Darauf wolle man sich aber nicht ausruhen, denn es brauche „eine echte Mobilitätswende.“

Ob diese ausgerechnet dadurch einen Schub bekommt, Fahrern von Elektroautos höhere Geschwindigkeiten zu erlauben, scheint allerdings fraglich. Bekanntermaßen sinkt die Reichweite von batteriebetriebenen Fahrzeugen bei schnellen Fahrten rapide.

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