Österreichischer Händler verklagt Peugeot wegen Machtmissbrauch

Autor: Christoph Baeuchle

Ein österreichischer Händler hat Peugeot wegen Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung verklagt. Ein Urteil in seinem Sinne hätte für den Importeur und seine Manager empfindliche Konsequenzen. Weit mehr noch: Das Urteil hätte Signalwirkung für Deutschland und Europa.

(Foto: PSA Deutschland)

In Wien wird derzeit die Zukunft des europäischen Automobilvertriebs verhandelt. Denn ein oberösterreichischer Händler hat Peugeot verklagt, seine marktbeherrschende Position gegenüber den Händlern zu missbrauchen. Sehen dies die Richter, jeweils zwei Frauen und Männer, des Kartellgerichts am Oberlandesgericht Wien auch so, könnte sich ihr Urteil empfindlich auf den französischen Hersteller und seine Mitarbeiter auswirken. Denn das österreichische Gesetz sieht nicht nur mögliche Strafzahlungen für das Unternehmen, sondern auch für die verantwortlichen Personen vor.

Doch damit nicht genug: Kommt es zur Verurteilung der französischen Marke, dürfte sich dies auch auf den Automobilvertrieb in ganz Europa auswirken. Denn zum einen steht Peugeot mit den zum Teil unverständlichen Vorgaben für seine Händler bei Weitem nicht allein da. Und zum anderen ähneln sich die rechtlichen Kartellvorgaben in Europa.