Oldtimer: Gute Geschäftschancen bei großem Wissensbedarf

| Autor: Konrad Wenz

Den Oldtimerkongress „Classic Business“ unterstützen die Branchenverbände ZKF, ZDK und BVSK.
Den Oldtimerkongress „Classic Business“ unterstützen die Branchenverbände ZKF, ZDK und BVSK. (Bild: Weissenberger)

Rund 15 Milliarden Euro tragen Besitzer von Young- und Oldtimern (ab 15 Jahre) jährlich in die Werkstätten. Allein etwa 5 Milliarden Euro kommen aus dem so genannten Daily-Segment. Das sind Fahrzeuge, die der Autobesitzer im täglichen Gebrauch hat. Die restlichen 10 Milliarden Euro entfallen laut einer Studie der Unternehmensberatung BBE auf die „Classic Cars“ (Fahrzeuge ab 20 Jahre). Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und die BBE werden die Ergebnisse der Marktuntersuchung auf dem Oldtimerkongress „Classic Busines“ am 28. und 29. Juni in Würzburg vorstellen.

Dieses Event für Kfz-Betriebe, die unternehmerisch mit „altem Blech“ arbeiten, veranstalten die Medienmarken »kfz-betrieb« und »Fahrzeug+Karosserie« gemeinsam mit den Branchenpartnern GTÜ, Autorechtaktuell.de, Eurogarant AG, BVSK, ZDK und ZKF. Die Veranstaltung richtet sich zudem an Sachverständige, die sich mit den Themen Restaurierung, Bewertung und Unfallschadenabwicklung befassen. Sie können sich die Teilnahme sogar nach den Richtlinien von BVSK und IfS mit 1 Tag Weiterbildungszeit angerechnet lassen.

Die BBE segmentiert den Reparatur- und Wartungsmarkt im Oldtimergeschäft in verschiedene Bereiche.

  • Wartung und Reparatur von Oldtimern (älter 30 Jahre): In diesem Segment sieht die BBE insbesondere im Premiumbereich eine sehr hohe Ausgabebereitschaft. Das heißt, die Menschen sind bereit, in ihre Fahrzeuge zu investieren. Diese Bereitschaft würde sich allerdings häufig am Fahrzeugwert orientieren (Marktvolumen 2,5 Milliarden Euro).
  • Wartung und Reparatur von Freizeit-Youngtimern (20 bis 29 Jahre): Hier zeigen die Oldtimerbesitzer insbesondere in den Volumensegmenten nur eine begrenzte Ausgabebereitschaft (Marktvolumen 2,5 Milliarden Euro).
  • Nutzung von Alltags-Youngtimern (15 bis 29 Jahre): Hier ist die Ausgabebereitschaft eher gering, trotz der hohen Mängelquote. Es findet eine regelmäßige Prüfung statt, ob sich die Reparatur noch lohnt, und es gibt keine große emotionale Bindung an das Fahrzeug (Marktvolumen 5 Milliarden Euro).
  • Periphäre Ausgaben rund um das Classic-Fahrzeug: Bei Freizeit-Youngtimern gibt es ein hohes Ausgabevolumen für Reisen und die Fahrzeugunterbringung. Die Ausgaben im High-End-Bereich sind sehr hoch (Marktvolumen 5 Milliarden Euro).

Das Programm des Oldtimerkongresses umfasst allerdings noch weit mehr als die Fakten zur aktuellen Marktentwicklung. Die Inhalte reichen von der Oldtimerausfahrt bis hin zu Informationen zu Haftungsrisiken in Handel und Werkstatt oder die professionelle Konservierung von Oldtimern. Das gesamte Programm und Anmeldemöglichkeiten finden die Teilnehmer auf der Webseite zum Oldtimerkongress.

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