Oldtimer-Trend erfasst Nutzfahrzeugbestand

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andree Stachowski

Das H-Kennzeichen gilt auch für alte Lastwagen, Zugmaschinen und Omnibusse, die in gutem Zustand sind. Die Zahl der Nutzfahrzeuge mit Oldtimer-Status ist zuletzt deutlich gestiegen.

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Nutzfahrzeuge von Magirus genießen in der Oldtimer-Szene Kultstatus.
Nutzfahrzeuge von Magirus genießen in der Oldtimer-Szene Kultstatus.
(Foto: gratis-photos.com)

Oldtimer sind derzeit in allen Klassen gefragt. Das gilt für Pkw ebenso wie für Nutzfahrzeuge. Laut einer Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamts im Auftrag des Verbands der Automobilindustrie (VDA) waren zum Stichtag 1. Januar 2015 in Deutschland 24.067 historische Nutzfahrzeuge zugelassen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Zuwachs 15 Prozent, seit 2010 ist der Bestand um über 70 Prozent gestiegen.

Unter den zugelassenen Nutzfahrzeugen mit H-Kennzeichen sind 13.593 Lastkraftwagen, 10.062 Zugmaschinen und 412 Omnibusse. Ihr Anteil am Gesamtbestand aller Nutzfahrzeuge von über 4,9 Millionen beträgt 0,5 Prozent. Im Vergleich zu historischen Pkw sind die Nutzfahrzeug-Oldtimer eine kleine Minderheit: Mit 310.694 Fahrzeugen gibt es mehr als zehn Mal so viele Pkw mit H-Kennzeichen als Nutzfahrzeuge. Inklusive der reinen Garagenfahrzeuge dürfte die Zahl der Pkw-Oldtimer noch deutlich höher liegen.

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„Bei den Besitzern der Nutzfahrzeug-Oldies handelt es sich meistens um echte Enthusiasten – sie erhalten mit ihrer Arbeit ein besonderes, seltenes technisches Kulturgut“, ist VDA-Präsident Matthias Wissmann überzeugt. Für ihn ist der aktuelle Zuwachs ebenso erfreulich wie erstaunlich, da Restaurierung und Instandhaltung von Nutzfahrzeug-Oldtimern kostenintensiv und aufwändig sind. Die Fahrzeuge können außerdem nur unter erschwerten Bedingungen gefahren werden, weil sie meist langsam und relativ laut sind und viel Sprit verbrauchen.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«