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Oldtimerdiagnose: Herzfitmacher

| Autor / Redakteur: Libor Fleischhans / Steffen Dominsky

Alte Reparaturanleitungen sind längst verschüttgegangen und lebende Zeitzeugen ebenso rar. Doch auch historische Motoren lassen sich mithilfe moderner Oszilloskoptechnik präzise einstellen und so fit für den Oldiealltag machen.

Egal ob neu oder alt: Mithilfe moderner Technik wie einem digitalen Speicheroszilloskop lassen sich auch Gemischaufbereitung und Zündung klassischer Motoren prüfen und einstellen. Und selbst mechanische Schwächen und Defekte können moderne „Oszis“, z. B. mithilfe von Drucksonden, entlarven.
Egal ob neu oder alt: Mithilfe moderner Technik wie einem digitalen Speicheroszilloskop lassen sich auch Gemischaufbereitung und Zündung klassischer Motoren prüfen und einstellen. Und selbst mechanische Schwächen und Defekte können moderne „Oszis“, z. B. mithilfe von Drucksonden, entlarven.
(Bild: Dominsky)

Früher war alles besser: Da waren Automobile noch rein mechanisch gesteuert oder geregelt. Auch dem Monteur reichte mechanisches Werkzeug. Heute wiederum können Werkstätten auch moderne Prüfmittel an historischen Fahrzeugen einsetzen. Wie das geht und welches die wichtigsten Einstellgrößen bei klassischen Motoren sind, darauf gehen wir im Folgenden ein und beschreiben kurz die wichtigsten Einstellungen in der notwendigen Reihenfolge.

Der Schließwinkel

Als Erstes stellt man grob den Abstand der Unterbrecherkontakte ein. Ist dieser zu klein, wird die Primärwicklung der Zündspule mit zu wenig Strom versorgt (mit einem Magnetfeld aufgeladen). Ist dieser zu groß, wird die Zündspule überlastet und bald heiß. Dann verliert sie ihre Zündkraft, und ihr droht eine thermische Beschädigung.