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Oldtimerkongress: heute Rost, morgen Elektronik

| Autor: Steffen Dominsky

Das Geschäft rund um Oldtimer ist hochemotional und lukrativ. Doch einfach ist es nicht. Auch Fachleute in diesem Segment müssen sich fortlaufend weiterbilden. Die geballte Information aktueller Entwicklungen liefert der Oldtimerkongress.

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Heute ist Rost die größte Herausforderung bei Oldtimern. Das wird sich künftig ändern.
Heute ist Rost die größte Herausforderung bei Oldtimern. Das wird sich künftig ändern.
(Bild: Dominsky)

Egal ob graziler italienischer Sportwagen, solide deutsche Oberklasselimousine oder opulenter amerikanischer Straßenkreuzer: Vor dem größten Feind des Stahlblechs sind sie gleich, der Rost befällt sie alle. So bedeutet einen Oldtimer zu restaurieren in aller erster Linie schweißen, schweißen und nochmals schweißen – heute. Künftig dürfte die Zahl der pro Klassiker zu investierenden Quadratmeter Tafelblech und Meter Schweißdraht jedoch spürbar sinken – den verbesserten Produktions- und Konservierungsmethoden automobiler Produktion der Achtziger- und Neunzigerjahre sei Dank. Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte: Auch künftige Oldtimer werden mit Oxidation zu kämpfen haben. Zwar nicht ihr Aufbau und ihre Struktur, wohl aber ihre Elektronik. So gibt es zahlreiche Gründe, weshalb Steuergeräte das Zeitliche segnen. Ein Grund ist schlicht die Alterung an der Luft. Selbst heute produzierte Elektronikgehirne können – in 20, 30 Jahren als Neuteil aus dem Regal genommen – schlicht und ergreifend „tot“ sein, obwohl sie noch nie benutzt wurden. Nicht ohne Grund lagern Militärs ihre Steuergeräte in speziellen Stickstoffschränken. Welche Herausforderungen hier auf die Branche zukommen, das verrät Stephan Joest vom Oldtimerdachverband Deuvet e.V. im Rahmen seines Vortrags „Heute Rost, morgen Elektronik“ auf dem Oldtimerkongress.

Der Branchentreff für Oldtimerspezialisten findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Würzburg statt, genauer gesagt am 11./12. Mai im Vogel Convention Center (VCC) in Würzburg. Veranstalter ist die Fachmedienmarke »Fahrzeug + Karosserie«, das Schwestermagazin des »kfz-betrieb«, in Kooperation mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugbau (ZKF) sowie dem Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen (BVSK).

Zielgruppen sind alle Oldtimerwerkstätten und Sachverständigen, die sich mit den Themen Restaurierung, Bewertung und Unfallschadenabwicklung befassen. Der Kongress vermittelt fundiertes Fachwissen, gibt aktuelle Branchenimpulse und regt zu Diskussion über Problemstellungen an. Gleichzeitig zeigt er Lösungsansätze auf und möchte Werkstätten und Sachverständige vernetzen. Freude und Spaß im Rahmen einer Oldtimerausfahrt und Networking während einer Abendveranstaltung gibt es obendrauf. Noch ein Hinweis für Sachverständige: Der Oldtimerkongress kann nach den Richtlinien von BVS und IfS mit einem Tag Weiterbildungszeit angerechnet werden.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "bike & busines", "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group