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Oldtimermessen: Vermessen?

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Hier ein neues Event in Berlin, dort eines in Hamburg, kürzlich ein weiteres in Erfurt. Und dann noch die beiden Ableger einer Stuttgarter Veranstaltung. Doch für Veranstalter von Oldtimermessen wachsen die Bäume nicht in den Himmel – im Gegenteil.

Das, was die in jüngster Vergangenheit aufgekommenen neuen Oldtimermessen versprechen, kann kaum eine der Veranstaltungen halten. Oft gibt’s für „teures“ Eintrittsgeld viel nacktes Nichts zu sehen.
Das, was die in jüngster Vergangenheit aufgekommenen neuen Oldtimermessen versprechen, kann kaum eine der Veranstaltungen halten. Oft gibt’s für „teures“ Eintrittsgeld viel nacktes Nichts zu sehen.
(Bild: Dominsky)

Nach einem „holprigen“ Start im Vorjahr sollte 2018 bei der Retro Classics in Köln alles besser werden. Ein Jahr zuvor hatte der „Totensonntag“ bei Ausstellern und Besuchern noch für lange Gesichter gesorgt – es durften an diesem Tag keine Geschäfte getätigt werden! Auch die Räumlichkeiten wurden dem Anspruch einer Messe in einer Metropolregion nicht wirklich gerecht. Aus diesen Fehlern hatte der Veranstalter gelernt – auf den ersten Blick. Mit den Hallen 6 und 9 der Messe Köln gab es dieses Mal adäquate Räumlichkeiten.

Und die Sache mit dem Sonntag? Im Vorfeld gaben die Retro-Classics-Macher bekannt, für jenen Tag ihr Herz für Familien entdeckt zu haben. Mami, Papi und die Kinder durften zum Sonderpreis auf die Oldiemesse. Rabatte wie beim Küchenkauf sollten Großzügigkeit vermitteln und Besucher locken. Die Wahrheit aber war: Zwar durften dieses Mal auch am Sonntag Geschäfte getätigt werden. Allerdings erst ab 13:00 Uhr! Erst da öffnete die Messe ihre Pforten. Der vermeintliche Preisvorteil für Besucher war also nur bedingt ein solcher. Händler profitierten hierbei nicht – im Gegenteil.