Aston Martin Online-Konfigurator soll Kundenzugang erleichtern

Autor: Andreas Grimm

Mit einer besseren und früheren Ansprache von potenziellen Kunden will Aston Martin die notwendige Absatzsteigerung schaffen. Dazu hat die Edelmarke den Online-Konfigurator überarbeitet. Auch im Modellangebot gibt es kleinere Straffungen.

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Aston Martin fährt derzeit in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser. Nun will der Hersteller online näher an den Kunden heranrücken.
Aston Martin fährt derzeit in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser. Nun will der Hersteller online näher an den Kunden heranrücken.
(Bild: Aston Martin)

Aston Martin arbeitet weiter an seiner Neuaufstellung und damit der Zukunft des Nischenfabrikats. Unter dem früheren AMG-Chef Tobias Moers wird das Modellangebot aufgefrischt und die Online-Kundenansprache entschlackt. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen weiterhin in sein erstes SUV-Modell, den DBX. Mit ihm will das Unternehmen die Gesamtproduktion bis 2023 mehr als verdoppeln.

Generell muss der Hersteller einen Turnaround schaffen. Aston Martin befindet sich nach wirtschaftlich schwierigen Jahren derzeit in einem Transformationsprozess mit dem Namen „Project Horizon“. Der weltweite Absatz war von dem Höhepunkt im Jahr 2018 mit knapp 6.500 Einheiten auf 3.400 Einheiten im vergangenen Jahr abgerutscht. Nun versuchen Moers und sein Vertriebsteam ein Netz schlagkräftiger Partner im Handel aufzubauen, um darüber zusätzlichen Absatz zu generieren. Beispielsweise deckt die Partnerschaft mit Nord-Ostsee-Automobile den kompletten Markt in Schleswig-Holstein ab.

Mit der Überarbeitung des Online-Konfigurators will Aston Martin den Zugang von Interessenten zum Produkt beschleunigen. Entstanden ist in Zusammenarbeit mit der Management- und IT-Beratung MHP die „Aston Martin Immersive Experience Platform“. Kunden sollen nun intuitiv ihr Aston Martin-Wunschfahrzeug zusammenzustellen und das konfigurierte Fahrzeug schließlich realitätsgetreu visualisieren können, heißt es vom Hersteller. Die vielfältigen Möglichkeiten zur Individualisierung des Autos durch die Wahl von Lacken, Leder und Alcantara bleiben dabei bestehen.

Zudem soll der Konfigurator künftig die Online-Welt und den stationären Handel besser zusammenbringen. An jedem beliebigen Punkt des Online-Prozesses können die Interessenten den Angaben zufolge zur direkten Interaktion mit dem Autohaus ihrer Wahl wechseln und eine Online-Sitzung mit dem Händler vereinbaren. „Das Erlebnis, einen Aston Martin zu kaufen, sollte genauso schön sein wie der Besitz eines Aston Martin“, sagte Unternehmenschef Moers laut einer Mitteilung.

Während der Corona-Pandemie sei ein Teil der Klientel auf den Online-Kauf umgestiegen, so Moers. „Daher haben wir diesen Prozess verbessert, damit auch Kunden aus der Ferne das komplette Aston Martin-Erlebnis genießen können.“ Am Ende des Konfigurationsprozesses entsteht ein Kurzfilm, der das Auto in verschiedenen Einsatzszenarien zeigt – auf einer Küstenstraße ebenso wie auf der Rennstrecke.

Anpassung im Modellangebot

Für das Modelljahr 2022 erhält die Baureihe DB11 ein Leistungsplus um 18 kW/25 PS auf 393 kW/535 PS. Die Höchstgeschwindigkeit steigt in der Folge auf 308 km/h. Außerdem sind für die DB-Baureihe erstmals „Sports Plus“-Sitze bestellbar. Die werden optional auch für das SUV DBX angeboten, das außerdem mit neuen 23-Zoll-Rädern und induktiver Ladeschale kombinierbar ist.

Die Nomenklatur wird zudem etwas vereinfacht. In der Variante DBS entfällt beim DB11 künftig der Zusatz „Superleggera“. Der V12 DB11 muss künftig auf das Kürzel AMR verzichten.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«