Onlineankauf: Keine Angst vor digitalen Scheinriesen

Unternehmen der Digitalwirtschaft machen seit einigen Jahren dem Kfz-Gewerbe das Geschäft des Fahrzeugankaufs streitig. Manche sehen darin eine Bedrohung für die Branche. Dabei hat der Handel alle Chancen, sich zu wehren.

| Autor: Martin Achter

(Bild: © freshidea - stock.adobe.com)

Frank Münzenmayer hat allen Grund, stolz zu sein. Denn die Kennzahlen des Onlineankaufangebots der Automobilhandelsgruppe, für die er als Geschäftsführer Gebrauchtwagen tätig ist, sind durchaus beeindruckend: Kunden boten dem Unternehmen 2018 eine vierstellige Zahl von Fahrzeuge an – im ersten Jahr, in dem das Autohaus Nutzern über einen eigens geschaffenen Teil seiner Webpräsenz ermöglichte, ihm ihre bisherigen Autos anzubieten. Die Ankaufquote lag bei 55 Prozent, der durchschnittliche Ankaufpreis bei um die 11.000 Euro.

Eine vierstellige Anzahl von Fahrzeugen: Im Vergleich zu den mehr als 420.000 Gebrauchtwagen, die die Auto-1-Gruppe 2017 europaweit ankaufte und – meist an Händler – weitervermarktete, mag das Ankaufvolumen von Münzenmayers Arbeitgeber, der Hahn-Gruppe in Fellbach bei Stuttgart, vielleicht klein wirken. Es zeigt aber vor allem eines: Das Kfz-Gewerbe ist handlungsfähig und kann sich als Alternative gegenüber digitalen Branchenakteuren behaupten, wenn es die Mittel der Onlineinteraktion nutzt, die auch ihm – zu überschaubaren Kosten – zur Verfügung stehen.

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