Onlinebewertungen: Daumen hoch für Händler?

Autor Martin Achter

Bewertungsmanagement ist zunehmend wichtig für das Image von Autohäusern. Wenn Betriebe jetzt aktiv in das Thema einsteigen, können sie punkten. Denn der Wettbewerb schläft meist noch.

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Der freie Handelsbetrieb Eurocar in Landshut betreibt aktives Bewertungsmanagement und stärkt damit seine eigene Marke.
Der freie Handelsbetrieb Eurocar in Landshut betreibt aktives Bewertungsmanagement und stärkt damit seine eigene Marke.
(Foto: Achter)

Manchmal ist das Urteil der Kunden erbarmungslos: „Das Autohaus hat in seinem Inserat einen Unfallschaden in Höhe von 6.500 Euro verschwiegen. Wir hatten 150 Kilometer Anfahrt auf uns genommen und erst vor Ort davon erfahren. Unverschämtheit!“, wettert ein Nutzer mit dem Namen „Bayernseele“ (Pseudonym geändert, Zitat sprachlich abgewandelt) in einer Onlinebörse auf der Profilseite eines Handelsbetriebs. Neben der verbalen Kritik erhielt das Autohaus von „Bayernseele“ nur drei von fünf Bewertungspunkten. Damit hatte der Handelsbetrieb in Baden-Württemberg sogar noch Glück. Das Urteil hätte harscher ausfallen können.

Offensichtlich ist hier etwas schiefgelaufen: Der Service des Autohauses, das zu einer größeren Gruppe gehört, war in diesem Fall wohl alles andere als optimal. Der Fauxpas fällt aber gar nicht so sehr ins Gewicht. Denn die übrigen Onlinebewertungen – auch wenn in knapp eineinhalb Jahren nicht einmal zehn eingetrudelt sind – fallen eher positiv aus. Damit ist der Betrieb ein Stück weit repräsentativ dafür, wie Deutschlands Autohäuser im Internet Bewertungsmanagement betreiben – und was sie an Feedback einfahren: Die Kundenmeinung ist im Schnitt eher positiv. Aber aktiv kümmern sich nur wenige Unternehmen der Branche um ein positives Meinungsbild online. Sie nehmen das mit, was gerade so reinkommt.