Suchen
+

Onlinebörsen: Es ist Platz neben den Großen

| Autor / Redakteur: Martin Achter / Martin Achter

Autoscout 24 und Mobile.de stehen unter Handlungsdruck: Händler sind genervt von Preiserhöhungen, und neue Wettbewerber wie Heycar oder Car Gurus greifen an. Experten rechnen damit, dass sich die Marktneulinge langfristig etablieren.

(Bild: © Photobank - stock.adobe.com)

Thomas Ertl (Name von der Redaktion geändert) ist ein alter Hase im Gebrauchthandel. Er kann sich noch gut daran erinnern, wie das Metier Mitte der Neunzigerjahre lief. Verkauf über Onlinebörsen? Fehlanzeige. Die steckten noch in den Kinderschuhen. Ertl arbeitete damals in einem Autohaus, das zu den 30 ersten Kunden einer der beiden heute marktbeherrschenden Plattformen – Autoscout 24 und Mobile.de – zählte. Wie alle anderen inserierte damals auch sein Unternehmen vor allem in Tageszeitungen. Seitdem hat sich alles radikal verändert. Und das nicht nur zum Guten, wie Ertl meint.

Die Internetmarktplätze sind zu Giganten geworden. Sieben von zehn Gebrauchtwagenkäufern suchen laut DAT-Report 2018 heute dort nach Fahrzeugen. Sie sind mit das wichtigste Werbemedium im Automobilhandel – eine Marktmacht. Für den, der erfolgreich Gebrauchtwagen verkaufen will, führt kein Weg an dem Duopol vorbei. Mit allen Vorteilen. Vor allem aber auch mit den Nachteilen.