Opel-Autohaus Dengler ist zahlungsunfähig

Redakteur: Gerd Steiler

Die Autohaus Dengler GmbH im thüringischen Greiz hat wegen massiver finanzieller Engpässe Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter will den Opel/Chevrolet-Betrieb langfristig sanieren.

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Die Autohaus Dengler GmbH mit Hauptsitz im thüringischen Greiz hat beim Amtsgericht Gera Insolvenz angemeldet. Wie die Online-Ausgabe der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) am Dienstag berichtete, werden die Geschäfte des Opel/Chevrolet-Vertragshändlers vorerst von Insolvenzverwalter Jens Oehler, Rechtsanwalt in der Erfurter Kanzlei Leonhardt, weitergeführt.

Der Geschäftsbetrieb des Autohauses Dengler mit Standorten in Greiz, Berga und Zeulenroda laufe bis auf Weiteres uneingeschränkt weiter, so Oehler gegenüber der Zeitung. Die Gehälter der derzeit siebzehn Mitarbeiter und vier Auszubildenden seien für mindestens drei Monate über das Insolvenzausfallgeld gesichert, heißt es.

Opel will Betrieb erhalten

Oehler betonte gegenüber der Zeitung zudem, dass auch der Opel-Konzern „großes Interesse an der Fortführung des größten Opel-Händlers in der Region Greiz“ habe. Dengler-Kunden würden bei Reparaturen ihrer Fahrzeuge weiterhin mit Original-Ersatzteilen von Opel versorgt und das Autohaus verkaufe weiterhin Neuwagen der deutschen Marke. Zudem sei in Verhandlungen mit dem Konzern der Händlerstatus von Auto Dengler gesichert worden. Ziel aller gegenwärtiger Bemühungen sei es, den Betrieb zu sanieren und dessen Fortbestand langfristig zu sichern. „Wie das im Detail passieren soll, ist derzeit aber noch offen“, so Oehler weiter. Derzeit liefen Gespräche mit einigen potenziellen Neu-Investoren.

Als Ursache für die Zahlungsunfähigkeit nannte der bisherige Autohaus-Chef Heiko Seidel gegenüber der Zeitung die „schwierige Situation auf dem Fahrzeugmarkt“. „Besonders die schwierige Lage von Opel und die Kaufzurückhaltung im Neuwagengeschäft haben unser Geschäft schwer belastet“, so Seidel im Telefon-Interview mit ZGT-Online.

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