Opel-Chef: GM-Teile machen Produkte zu teuer

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Der Interims-Chef beweist Mut: In einem Interview mit dem Tagesspiegel spricht Thomas Sedran offen aus, dass Opel deutlich günstiger produzieren könnte, wenn die Teile des Mutterkonzerns nicht so teuer wären.

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Thomas Sedran: Erhebliches Einsparpotenziel bei den Produktkosten.
Thomas Sedran: Erhebliches Einsparpotenziel bei den Produktkosten.
(Foto: Opel)

Nach Ansicht von Opel-Interims-Chef Thomas Sedran könnte Opel bei den Produktkosten „erheblich“ Geld einsparen, wenn die bei General Motors (GM) verwendeten Teile und Komponenten nicht so teurer wären. „Da ist einiges an Musik drin“, sagte Sedran dem Tagesspiegel (Samstagsausgabe). Der Mutterkonzern habe beispielsweise globale Anforderungen an Komponenten und Teile, die in der Branche unüblich seien. „Ein Anlasser wird bei minus 40 Grad getestet, so wie das in Alaska notwendig wäre, sonst besteht er den Test nicht“, so der Opel-Manager. Folglich müsse der Zulieferer teurere Materialien verwenden.

Generell sei Opel als Teil des GM-Konzerns häufig zu sehr an strengen, gesetzlich vorgegebenen US-Standards orientiert.

Sedran sagte zudem, es reiche nicht, bei bestimmten Bauteilen nur auf große Stückzahlen zu setzen. Man sei aber „auf einem guten Weg“ zu wettbewerbsfähigen Modulbaukästen.

Zur derzeitigen Verkaufsflaute sagte Thomas Sedran dem Tagesspiegel, er sei sich mit seinen Kollegen in der Branche einig, dass sich die Absatzzahlen im Süden Europas frühestens in drei Jahren wieder erholen würden.

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