Opel-Chef: Händler sollten schneller umbauen

Autor: Jens Rehberg

Die Außenwirkung des Opel-Händlernetzes ist Karl-Thomas Neumann noch nicht „frisch und modern“ genug. Die Umsetzung der aktuellen CI geht ihm zu langsam voran.

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Opel-Chef Neumann würde die Fassade nach aktueller CI-Richtlinie gerne öfter an den Vertriebsstandorten sehen.
Opel-Chef Neumann würde die Fassade nach aktueller CI-Richtlinie gerne öfter an den Vertriebsstandorten sehen.
(Foto: Rehberg)

Der Vorstandsvorsitzende von Opel, Karl-Thomas Neumann, hat Kritik an der Investitionsbereitschaft der deutschen Händler geübt: „Die Einführung der aktuellen CI geht teilweise langsam“, sagte Neumann im Rahmen eines Pressegesprächs im Vorfeld der IAA in Frankfurt. „Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam mit dem Handel Wege finden, wie wir schnell frisch und modern wirken können. Das, was wir hier auf der IAA ausstrahlen, sollten wir auch in jede Ecke unserer Organisation hinein ausstrahlen können.“ Der Opel-Chef äußerte aber gleichzeitig Verständnis im Hinblick auf die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Betriebe.

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„Wir haben unseren Schwerpunkt auf die Marke gelegt“, so Neumann weiter. Die müsse emotionaler werden und dürfe auf keinen Fall „irgendwie bieder oder muffig“ sein.

Auf die mangelnde Rentabilität im Händlernetz angesprochen sagte Neumann, dem Hersteller gehe es da nicht besser. Der Erfolg könne sich nur gemeinsam einstellen. Deshalb sei ihm sehr an einer Win-win-Situation im Hersteller-Händler-Verhältnis gelegen.

„Die Händler, die ich kennengelernt habe, sind ausgesprochen vernünftige Unternehmer, die da investieren, wo sie glauben, dass es eine Zukunft gibt“, so Neumann. Also müsse Opel den Handel für die Produkte begeistern, die Partner fair behandeln und sie davon überzeugen, dass sie ihren Anteil daran haben werden, wenn es wieder vorangeht.

Update der Außengestaltung steht noch aus

Der überwiegende Teil der aktuellen CI-Richtlinien im Vertrieb wird von den Opel-Handelspartnern erfüllt. Was nun noch ansteht, ist ein Update der Außengestaltung, das allerdings bis zu 30.000 Euro teuer werden kann und im Rahmen der Verhandlungen um die jetzt gültige Händlervertragsversion für kontroverse Diskussionen im Vertriebsnetz gesorgt hatte – die schwarze Fassade mit dem gelben Eingangsportal.

Opel hatte hier noch einmal nachgebessert und verlängerte Umsetzungsfristen gewährt: für das Portal bis Ende 2015, für die neue Fassadenverkleidung bis Ende 2016.

Nichtsdestotrotz haben einige Händler bereits entsprechend umgebaut. Für „Schnellentscheider“ gibt es bis Jahresende aus Rüsselsheim zusätzliche Unterstützung. Die Opel-Netzentwicklung strebt an, bis Ende 2013 einen Großteil der Händler umzurüsten oder zumindest die Planungen vornehmen zu können.

Bei den Opel-Servicepartnern dringt Rüsselsheim derzeit mit Nachdruck darauf, dass die Werkstattinhaber die aktuelle CI auch wirklich umsetzen.

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