Halbleiter-Krise Opel drosselt Produktion, Daimler fährt hoch

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Die Verfügbarkeit von Halbleitern verbessert sich grundsätzlich, doch die Situation ist von Werk zu Werk und von Hersteller zu Hersteller verschieden. Aktuell muss nun Opel bei einem Modell auf die Produktionsbremse treten.

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Der Versorgungsengpass bei Halbleitern hat Opel erwischt. In Eisenach wird die Produktion gedrosselt.
Der Versorgungsengpass bei Halbleitern hat Opel erwischt. In Eisenach wird die Produktion gedrosselt.
(Bild: Opel)

Die Halbleiter-Krise sorgt bei den Herstellern weiter für viel Planungsaufwand. Die Situation ist dabei von Fabrikat zu Fabrikat verschieden. Nachdem sich die Lage bei Audi und VW bereits entspannt hat, folgt nun Mercedes. Dagegen muss Opel seine Produktion in Eisenach nun vorübergehend drosseln.

Für das Werk in Eisenach sei Kurzarbeit beantragt, informierte ein Opel-Sprecher am Donnerstag in Rüsselsheim. Über die Produktion würde jeden Tag neu entschieden – abhängig von der Verfügbarkeit der Teile. Von den Lieferengpässen, unter denen auch andere Automobilhersteller leiden, sei bei Opel derzeit aber nur das Thüringer Werk betroffen. Dort stellen etwa 1.360 Arbeitnehmer den Stadtgeländewagen Grandland her. Zuerst hatte MDR Thüringen über den Engpass in Eisenach berichtet.

Opel versuche in Verhandlungen mit Lieferanten „die Auswirkungen der globalen Knappheit an Halbleitern, welche die gesamte Automobilbranche trifft, so gering wie möglich zu halten“, sagte der Unternehmenssprecher. Trotzdem müsste die Produktion in dieser Woche in Eisenach angepasst werden.

Daimler kündigte dagegen an, die von den Chip-Engpässen betroffene Produktion in den Werken Rastatt und Bremen Anfang kommender Woche wieder hochzufahren. Rastatt war wegen der Nachschubprobleme bei Halbleitern für drei Wochen in Kurzarbeit gegangen, Bremen für eine Woche. Man beobachte die Situation kontinuierlich in enger Abstimmung mit den Lieferanten und passe falls notwendig das Vorgehen an, hieß es.

Auch Audi hatte die Produktion in Ingolstadt und Neckersulm ab Mitte Januar drosseln müssen. Seit Anfang Februar laufen die Werke aber wieder im regulären Schichtbetrieb. Gleiches gilt für das VW-Werk in Emden. Das VW-Stammwerk in Wolfsburg plant für den restlichen Februar an bestimmten Linien noch zwei Schließtage ein.

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