Opel Mokka: Kraxler mit Niveau

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Mit dem kleinen SUV namens Mokka installiert Opel ein neues Modell. Ab 18.990 Euro ist der front- und auf Wunsch auch allradgetriebene Rüsselsheimer zu haben.

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Frisch im Handel: Zum Marktstart gibt´s den neuen Opel Mokka in drei Motorvarianten.
Frisch im Handel: Zum Marktstart gibt´s den neuen Opel Mokka in drei Motorvarianten.
(Foto: Opel)

Kaum eine andere Fahrzeug-Kategorie war in den letzten Jahren so erfolgreich wie die Gattung der SUV. Kein Wunder also, dass Opel nachlegt und dem Antara einen kleineren Segmentvertreter zur Seite stellt. Der Mokka ist mit einem Grundpreis von 18.990 Euro ein erschwingliches Auto – allerdings gibt es für den Kurs lediglich die frontgetriebene Variante mit dem 1,6 Liter großen Sauger und Fünfganggetriebe.

Drei Motoren zum Start

Dennoch bekommt der 85 kW/115 PS starke Otto das EcoFlex-Badge mit einem Verbrauch von 6,5 Litern im gemischten Betrieb (CO2: 153 g/km). Allradantrieb ist nur möglich in Verbindung mit dem aufgeladenen 1,4-Liter-Benziner oder dem 1,7 CDTi. Dann steigt der Preis sprunghaft an auf wenigstens 23.790 Euro für den 103 kW/140 PS leistenden Turbo-Benziner respektive 23.380 Euro für den Selbstzünder mit 96 kW/130 PS. Immerhin bekommt schon die Basisversion neben der vollen Sicherheitsausrüstung auch Klimaanlage und Radio mit auf den Weg. Wer möchte, kann dem Mokka zahlreiche Assistenzsysteme spendieren – darunter einen Kollisionsalarm, Spurwechselwarner und Kennzeichenerkennung für 700 Euro Aufpreis im Paket. Automatik-Liebhaber sind gezwungen, den Diesel zu ordern oder mit Frontantrieb Vorlieb zu nehmen. Ab 24.680 Euro ist die Variante mit Sechsstufen-Wandlerautomat zu haben.

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Gute Qualität

Unter Berücksichtigung der kompakten Außenabmessungen (4,28 m Länge) vermittelt der Mokka einen großzügigen Raumeindruck. Platzmangel ist in der Fahrgastzelle kein Thema – auch hinten sitzt es sich bequem. Die Beinfreiheit im Fond gibt selbst großgewachsenen Passagieren keinen Anlass zur Schelte. Darüber hinaus bietet Opels jüngste Neuerscheinung kommode Stühle mit straffer, aber angenehmer Polsterung. Die übersichtliche, jedoch mit zahlreichen Tasten gespickte Bedienkonsole kommt Markenkennern bekannt vor; wer schon Übung hat, wird mit den vielen Knöpfen gut zurechtkommen, während auf Markenneulinge – und von denen möchte Opel gerne eine Menge in den Schauräumen sehen – ein wenig Lektüre der Bedienungsanleitung zukommen wird. Eine ansehnliche Verarbeitungsqualität ist außerdem Kennzeichen des Mokka-Innenraums. Somit haben die Mokka-Väter ihre Hausaufgaben erledigt, jetzt sind die Kunden am Zug.

Kultivierter Vierzylinder

Auch wenn die Käufer den kleinen Kraxler im Schnitt nur ein Prozent der genutzten Zeit jenseits asphaltierter Straße fahren, bringen zwei angetriebene Achsen doch ein Plus an Fahrsicherheit mit sich – zumindest gilt das bei widrigen Wetterverhältnissen wie Nässe und Schnee. Die ebenfalls an Bord befindliche Bergabfahr-Kontrolle kann eher als Gag gewertet werden.

Und wie fühlen sich die bekannten Aggregate im neuen Auto an? Mit dem 1,4 Turbo, der nach Angaben der Marketingexperten 45 Prozent der Verkäufe ausmachen soll, ist man gut motorisiert. Statt Turbo-Tücken gibt es eine weitgehend lineare Leistungsabgabe, was sich harmonisch auswirkt. Zusammen mit der zwar nicht drahtig, aber doch leichtgängig schaltbaren Sechsgang-Box erweist sich der kultivierte Vierzylinder als Empfehlung. Subjektiv etwas kräftiger, wenn auch etwas weniger spurtstark (10,5 statt 9,9 Sekunden von 0 auf 100) mutet der ebenfalls geschmeidig laufende Selbstzünder mit stattlichen 300 Nm Drehmoment an. Auch er geht eine Ehe mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe ein, kann aber gegen 1.300 Aufpreis auch mit Automatik (sechs Fahrstufen) geordert werden. Schade, dass die Kombination Allrad und automatisches Getriebe nicht verfügbar ist.

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