Opel: Neue Identität in der Werbung

Redakteur: Jens Rehberg

Opel-Vorstand Alain Visser räumt im Gespräch mit »kfz-betrieb« Verbesserungsbedarf beim Thema Markenbildung ein. Am blassen Slogan will er festhalten, aber zumindest bei der Fernsehwerbung soll sich etwas tun.

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Opel will mit einer neuen Werbeagentur ab kommenden Sommer mehr einheitliche Markenidentität vermitteln. „Der rote Faden hat gefehlt“, sagte Opel-Vorstand Alain Visser am Rande des Genfer Autosalons im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Am aktuellen Claim „Wir leben Autos“ will Opel jedoch festhalten. „Wir bekommen über die Marktforschung nur sehr gute Reaktionen“, behauptet der Vice President Sales, Marketing und Aftersales.

Anders die Modellkampagnen: Zwar sei jede für sich gesehen durchaus schlüssig und gut gemacht, es fehlten aber übergreifende Elemente, die die Marke miteinbeziehen. Dabei habe man „die Gießkannen-Strategie bereits eliminiert“. Man konzentriere sich bereits mehr auf einzelne Modelle, die jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Mittelpunkt gerückt werden sollen.

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Eine neue Werbeagentur – Scholz & Friends – soll nun ab kommenden Sommer unter anderem Spots präsentieren, die zwar je nach Modell die Zielgruppen unterschiedlich ansprechen, aber trotzdem eine einheitliche Identität der Marke vermitteln. „Es muss deutlich als Opel-Werbung wahrgenommen werden, ob nun durch Musik oder durch Layout“, erläutert Visser das neue Opel-Gefühl. Um die Wirkung zu verstärken, sollen die Kampagnen im neuen Stil europaweit zeitgleich gestartet werden.

Eines der bei Opel zurzeit im Marketingfokus stehenden Modelle ist der Ampera. Mit 42.900 Euro wird der E-Opel in Deutschland 1.000 Euro teurer angeboten werden als der nahezu baugleiche Chevrolet Volt. Die etwas höherwertigere Positionierung rechtfertigt der Autobauer mit Unterschieden im Innenraum sowie einer „Hotline“ und einem „Concierge-Service“ für das Opel-Modell. Was konkret darunter zu verstehen ist, wollte Alain Visser noch nicht erläutern.

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Hocherfreut zeigte sich Visser über die Resonanz auf das europaweite Vormerkungsangebot für den Ampera, das gegen eine später zu verrechnende Gebühr von 150 Euro bereits rund 3.300 Interessierte wahrgenommen hätten.

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