Opel schnürt Anti-Corona-Paket

Autor: Jens Rehberg

Nach Peugeot und Citroën hat nun auch Opel sein Maßnahmenpaket gegen die Umsatzeinbrüche bei den Opel-Händlern bekannt gegeben. Die Opel-Bank setzt die Abschlagszahlungen für drei Monate aus.

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(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Opel greift in enger Abstimmung mit dem Verband Deutscher Opel-Händler (VDOH) seinen Vertriebspartnern in der Corona-Krise unter die Arme. Am Mittwoch haben der Hersteller, die Opel-Bank und der VDOH den Händlern ein entsprechendes Maßnahmenpaket an die Hand gegeben:

  • Abschlagszahlungen für alle händlereinkaufsfinanzierten Fahrzeuge werden um 90 Tage verschoben, die Zinsforderungen für März um denselben Zeitraum gestundet
  • Alle Gutschriften und Forderungen der Händler gegenüber Opel sollen schnellstmöglich ausgezahlt werden
  • 180 Tage Zinsfreistellung für Neu- und Gebrauchtwagen
  • Aussetzung der CO2-Ziele
  • 100 Prozent Zielerfüllungsbonus für alle Händler im April
  • Auch LEV-, CSI- und Loyalitäts-Bonus werden auf „erfüllt“ gesetzt
  • Aussetzung der Standards und Qualifikationsvoraussetzungen für Pkw/Nfz im Opel-Professional-Center-Programm in Q2
  • Aufhebung der Haltefristen und Standards für Vorführwagen, Testwagen und Rent-Fahrzeuge
  • Erweiterung der Einreichfrist für Garantie- und Kulanzanträge auf 70 Tage

Wie es in dem Rundschreiben an die Händler weiter heißt, seien die Kreditlinien der Opel-Bank zurzeit ausreichend. Sollte eine individuelle Erweiterung notwendig sein, werde sofort darüber entschieden.

„Gemeinsam werden wir die Krise bewältigen“

Laut dem Vorstandssprecher des Opel-Partnerverbandes Peter Müller sind Händlervertreter derzeit täglich in Kontakt mit dem Hersteller, um falls notwendig über weitere Entscheidungen zu sprechen. „Gemeinsam werden wir die Krise bewältigen“, schreibt Müller an die Verbandsmitglieder. Hersteller, Bank und Verband arbeiteten in dieser kritischen Situation „eng und konstruktiv“ zusammen.

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