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Opel weitet Lagerwagenverkauf im Internet aus

| Autor: Jens Rehberg

Über das 2017 gestartete Pilotprojekt „Cayu“ hatte Opel erste Erfahrungen damit gesammelt, Neuwagen aus dem Zentrallager online zu vermarkten. Jetzt gibt es deutlich mehr Auswahl – und auch die Händlerlager sind eingebunden.

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(Bild: Opel)

Lagerwagen und Tageszulassungen fast aller Opel-Pkw-Baureihen können seit Mittwoch auch online gekauft werden. Laut einer aktuellen Mitteilung des Herstellers soll bald der Lagerbestand von 700 Vertriebspartnern – das wären fast alle A- und B-Händler – über den neuen „Opel-Store“ angeboten werden. Dazu kommen die Fahrzeuge aus dem Rüsselsheimer Zentrallager.

Dabei soll der Vertragsabschluss für einen Barkauf bereits komplett online durchführbar sein. Der vollständig digitale Finanzierungs- und Leasing-Abschluss ist nach Aussage des Herstellers demnächst ebenfalls möglich.

Der Vorstandssprecher des Opel-Händlerverbandes, Peter Müller, begrüßte auf Anfrage die Einführung der neuen Verkaufsplattform. „Aufgrund der aktuellen Krise hat Opel gemeinsam mit uns in den letzten vier Wochen die Entwicklung des Online-Stores forciert.“ Dabei sei der wichtigste Aspekt aus Händlersicht – die Auswahl eines Vertriebspartners zu Beginn des Online-Kaufprozesses – auch wie vereinbart umgesetzt worden.

„Online zu kaufen muss nicht billiger sein“, weist Müller auf einen weiteren zentralen Ansatz des Konzeptes hin. „Der Kunde kann im Internet bequemer kaufen, darauf kommt es an.“ So wird derzeit beispielsweise ein Corsa online ab 139 Euro Leasingrate (ohne Anzahlung) angeboten.

Onlinekauf in vier Schritten

Der Onlinekauf auf der Plattform, deren Vorgänger „Cayu“ noch in der Browser-URL zu finden ist, wird den Usern in vier Schritten skizziert: Händler aussuchen, Fahrzeugvariante wählen und dann den Leasing- oder Kaufvertrag abschließen. Ausgeliefert wird das Fahrzeug dann vom ausgewählten Opel-Partner.

Die Vergütung der Vertriebspartner erfolgt über eine einstellige Fixmarge, die der Händlerverband im Rahmen der Verhandlungen um den seit Januar geltenden Händlervertrag erstritten hatte.

Über das Vorläufer-Konzept „Cayu“ waren seit Herbst 2017 parallel zur Erprobung eines City-Store-Modells einfach vorkonfigurierte Werkslagerwagen in drei Varianten vermarktet worden. Wie viele Fahrzeuge über Cayu insgesamt verkauft wurden, ist nicht bekannt. Auch zum Volumenziel für die neue Plattform hält sich Rüsselsheim bislang noch bedeckt.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«