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Opel will Diesel-Pflichtrückruf per Eilverfahren stoppen

| Autor: Christoph Seyerlein

Opel wehrt sich gegen den von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer verhängten Zwangsrückruf für rund 92.000 Diesel. Der Hersteller hat beim schleswig-holsteinischen Verwaltungsgericht ein Eilverfahren angestrengt. Ein Urteil dürfte schon bald fallen.

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(Bild: Adam Opel AG)

Opel will den von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer angeordneten Pflichtrückruf für rund 92.000 Modelle mit Diesel-Motor nicht einfach hinnehmen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hat der Hersteller beim schleswig-holsteinischen Verwaltungsgericht ein Eilverfahren angestrengt. Opel bestätigte mittlerweile, Rechtsmittel gegen die Entscheidung des KBA eingelegt zu haben. Mit einem Urteil ist bis spätestens Anfang Dezember zu rechnen.

Die Behörde wirft den Rüsselsheimern vor, zwischen 2013 und 2016 illegale Abschalteinrichtungen in Dieselmodellen verbaut zu haben. Mitte Oktober hatte deswegen die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Opel-Zentrale durchsucht. Der Hersteller selbst bestreitet alle Vorwürfe.

Bei Opel ist man weiterhin der Meinung, mit der „freiwilligen Serviceaktion“, bei der die Abgasnachbehandlung von Dieseln per Software-Update nachgebessert wird, genug zu tun. Nach Angaben des Herstellers sei jenes Prozedere weiter im Gange, gut 9.000 Fahrzeuge haben noch kein Update erhalten.

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