Optische Oberflächenerfassung: Argusauge 4.0

Autor: Ottmar Holz

Den prüfenden Blick auf Lack und Räder wirft in vielen Betrieben weltweit nicht mehr der Mensch, sondern die Kamera eines Scanners. Auch auf dem deutschen Markt tummeln sich viele Anbieter solcher Geräte. Doch nicht jeder Scanner hält, was er verspricht.

(Bild: © Sergey Nivens - stock.adobe.com)

Der rote Mini biegt in die Zufahrt zur Werkstatt des BMW-Vertragshändlers Horizon im Nordwesten von Paris ein. Eine Kamera erfasst sein Kennzeichen, während der Wagen über den Reifenscanner rollt, der vor dem automatisch öffnenden Rolltor bündig im Boden versenkt ist. Nur Sekundenbruchteile später durchquert der Wagen auf seinem Weg zur Hebebühne eine Lichtschranke. Sie aktiviert den deckenhohen Portalscanner der französischen Firma Tchek. Vier vertikal gestreifte LED-Paneele tauchen das kleine Auto vom Dach bis zum Schweller in grellweißes Licht, während zwölf Präzisionskameras jeden Quadratmillimeter des kleinen Briten optisch erfassen. Der starke Hell-Dunkel-Kontrast der sich widerspiegelnden Leuchtpaneele offenbart unbarmherzig jede Delle; selbst kleine Kratzer kann das System erkennen. Ohne anzuhalten, durchquert der Fahrer das Portal; die Lampen verlöschen umgehend.

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