Seat Organisatorin des Cupra-Agenturmodells wird Strategiechefin

Autor: Andreas Grimm

Lourdes de la Sota war in den letzten Jahren enge Mitarbeiterin von Seat-Chef Wayne Griffiths. Jetzt wird sie seine Strategiechefin und oberste Lobbyistin. Einen Namen machte sie sich auch in der Weiterentwicklung des Cupra-Projekts.

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Lourdes de la Sota wird Direktorin für Unternehmensstrategie und Institutionelle Beziehungen der Seat S.A.
Lourdes de la Sota wird Direktorin für Unternehmensstrategie und Institutionelle Beziehungen der Seat S.A.
(Bild: Seat)

Lourdes de la Sota wird zum 1. Juni Direktorin für Unternehmensstrategie und Institutionelle Beziehungen des spanischen Herstellers Seat. Sie leitet seit dem Jahr 2017 den Bereich Customer Experience der Marken Seat und Cupra und ist zuständig für Geschäftsstrategie, Retail und Digitalisierung. In ihrer neuen Position wird sie sich um die Elektrifizierung des Modellangebots und auf den Ausbau strategischer Allianzen mit Gesellschaftern und Institutionen konzentrieren.

Lourdes de la Sota studierte an der Universität Regensburg sowie an der Universidad del País Vasco in Spanien und hat einen Abschluss in Volks- und Betriebswirtschaft. Sie hat in Spanien und Deutschland sowohl für den Volkswagen Konzern als auch für die Marken Volkswagen und Audi gearbeitet und hatte verschiedene Positionen in den Bereichen Controlling, Verkauf, Kundendienst und Vertrieb inne.

In den letzten Jahren lag ihr Fokus auf dem Vertriebsmodell der Zukunft. Sie arbeitete daran, den digitalen Handel über das Netz aus Vertragshändlern weiterzuentwickeln. Damit will sie Nachhaltigkeit ebenso sicherstellen wie den neu ausgerichteten Bedürfnissen der Kunden Rechnung tragen.

Im Februar dieses Jahres hatte sie in ihrer bisherigen Funktion die Einführung des Agenturmodells für den Cupra Born erklärt und verteidigt. Das Agenturmodell werde die Online-Welt und den stationären Handel zusammenbringen und die Internet-Präsenz der Cupra-Partner stärken, sagte sie damals. Die Händler würden aber online und offline in jeden Schritt des Verkaufsprozesses integriert, versicherte de la Sota.

In ihrer neuen Funktion folgt de la Sota auf Josep Maria Recasens. Dieser hatte die Aufgaben als oberster Lobby-Koordinator des spanischen Autobauers erst zum 1. November zusätzlich zu seinen Strategieaufgaben vom früheren Seat-Kommunikationschef Christian Stein übernommen, der die Spanier Richtung Renault verlassen hatte. Über die künftige Tätigkeit von Recasens machte Seat keine Angaben.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«