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Partikelzählung Um ein paar Jahre verzählt

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Zum 1.1.2021 hätte sie die völlig veraltete Rauchgastrübungsmessung im Rahmen der AU ablösen sollen – zumindest an Euro-6-Fahrzeugen: die Partikelzählung. Doch aus ihr wird nichts. Nicht im kommenden Jahr und auch nicht im nächsten.

Zum 1.1.2021 hätte die Partikelzählung die klassische Messung mittels Opazimeter bei Euro-6/VI-Dieseln ablösen sollen. Doch daraus wird nichts: Um ganze zwei Jahre soll sich die Einführung verschieben.
Zum 1.1.2021 hätte die Partikelzählung die klassische Messung mittels Opazimeter bei Euro-6/VI-Dieseln ablösen sollen. Doch daraus wird nichts: Um ganze zwei Jahre soll sich die Einführung verschieben.
(Bild: picture alliance/dpa)

Zugegeben: Wir können schon stolz sein. Stolz auf unsere typisch deutschen Tugenden. Zu der gehört bekanntlich auch die Pünktlichkeit. „Angeblich“, müsste man korrekterweise sagen. Zumindest dann, wenn man sich die letzten paar Jahre die staatlichen Vorschriften aus Sicht des Kfz-Gewerbes ansieht. Denn dann reift in einem rasch die Erkenntnis: Pünktlich läuft hier fast gar nichts mehr ab. Verzögerungen, Aussetzungen, Verschiebungen sind mittlerweile trauriger Alltag.

Jüngstes Beispiel: die sogenannte Partikelzählung. Im September 2017 hatte Vater Staat sie für den 1.1.2021 fest angekündigt. Doch daraus wird nichts werden. Nun gut, könnte man argumentieren, immerhin kam auch hier Corona dazwischen. Aber statt drei, vier oder fünf Monate wird sich die längst überfällige zeitgemäße Messmethode für Dieselfahrzeuge um ein Vielfaches verzögern.