Peking Motorshow: Der Schnupfen ist weg

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Reine Elektromobile sind auf der 14. Auto China in erster Linie ein Thema für die zahllosen nationalen Herstellern, die sich hiervon versprechen, den Wettbewerbsnachteil der internationalen Autokonzerne umkehren zu können.

Doch in Peking fährt es sich auf Wunsch auch sportlich. Audi krönt seine TT-Serie mit dem 400-PS-starken RS-Modell, das unverändert gleichsam als Coupé oder Roadster zu bekommen ist. Mit seinem mächtigen Fünfzylinder stielt der Ingolstädter selbst dem überarbeiteten Porsche 718 Cayman die Show, der ebenso wie der Boxster zukünftig nur noch von aufgeladenen Vierzylindern (mit 300 und 350 PS) befeuert wird.

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Erstmals in China zu sehen: das brüllende Lamborghini-Trio aus Huracán 580-2, 610-4 Spyder und dem auf 250 Fahrzeuge limitierten 610-4 Avio. Zahlreiche Nummern kleiner legt Smart seine markigen Brabus-Versionen auf, die als Fortwo, Fortwo-Roadster und Forfour mit 109 PS etwas weniger als erwartet leisten, jedoch optisch mächtig auf den Putz hauen.

Kein Vergleich zum gemeinhin weitgehend ausverkauften BMW M2, der nun – ohne jegliche Verlängerung – auch in China seine Premiere feiert. Die Wartezeiten dürften sich daher nochmals nennenswert verlängern. Bei den erwarteten 800.000 Messebesuchern dürfte der pausbäckige Bayer neben allen SUV und Langversionen einer der automobilen Höhepunkte sein.

Die meisten Neuvorstellungen bleiben jedoch trendige Crossover, denn die Nachfrage nach SUV ist in China ebenso ungebrochen, wie in anderen Regionen der Welt. Kein Wunder, dass die internationalen Hersteller neben neuen Serienmodellen wie dem BMW X1 XL oder einem Renault Koleos Lust auf Spartenfahrzeuge wie den Mazda CX-4 als Coupé-Crossover bekommen.

Die Nissan-Tochter Infiniti zeigt mit dem QX Sport einen ebenso seriennahen Ausblick auf den QX 50 wie Skoda mit seinem Vision S auf den Kodiac.

Q3 schamlos abgekupfert

Keine China-Messe ohne Plagiate: Zotye kupfert mit seinem SR7 schamlos den aktuellen Audi Q3 ab und bedient sich bei seinem Elektrozweisitzer E200 erkennbar bei verschiedenen Smart-Generationen. Dagegen lässt Dongfeng den amerikanischen Toyota FJ Cruiser wieder auferstehen. Der elektrische Lifan 330 EV sieht einem aktuellen Mini ähnlicher als gemeinhin erlaubt und die viertürige Coupé-Studie des Roewe Vision R hat man in Modulen so ähnlich auch schon bei der europäischen Konkurrenz gesehen.

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 Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Journalist