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Die Qualität der Teile stimmt

Einigkeit herrscht auch in Sachen Teilequalität. Alle setzen auf Qualitätsteile der Original-Markenersatzteilhersteller aus dem Independent Aftermarket (IAM). OE-Teile gehören außerdem zum Sortiment, zudem Eigenmarken (Corexx/Carat, Car 1/Coparts, Tectimum/Hess). Philipp Hess betont, dass diese Teile ebenfalls ausnahmslos von Markenersatzteilherstellern des IAM stammen. Ein wichtiges Detail, denn gefälschte Ersatzteile minderer Qualität sind gerade im Onlinehandel mit Fahrzeugersatzteilen ein wiederkehrendes gefährliches Ärgernis.

„Nicht so auf den Plattformen des Teilegroßhandels“, ist GVA-Präsident Hartmut Röhl überzeugt. „Bei den B2B-Shops des etablierten Kfz-Teilegroßhandels spielen Marken- oder andere Schutzrechtsverletzungen für die Werkstätten keine Rolle. Hier können Unternehmer sicher sein, keine rechtsverletzenden Produkte geliefert zu bekommen. Egal, ob ein Teil via Telefon, Fax oder Internet bestellt wird, es kommt aus demselben Lager des jeweiligen Teilegroßhändlers.“

Integrierte Zusatzfunktionen

Neben Katalog-, Identifikations- und Ersatzteilbestellfunktion oder Lieferungstracking bieten die Onlineplattformen der Teilegroßhändler darüber hinaus vielfältige weitere integrierte oder integrierbare Zusatzfunktionen, die teilweise kostenpflichtig sind. Sie reichen von Arbeitswerten, technischen Daten oder Schadenkalkulationssystemen bis hin zur digitalen Lagerverwaltung, der Retourenabwicklung oder bis zu digitalen Garantieprozessabläufen.

Möglich sind mit entsprechenden Systemerweiterungen und der Kombination der Onlineplattformen mit Warenwirtschafts- oder Dealer-Management-Systemen auch auftragsbezogene Zubuchungen von bestellten Ersatzteilen, elektronische Rechnungen oder die Nutzung von Webinaren – je nach Philosophie, System und Angebot des Teilegroßhändlers.

Abschotten funktioniert nicht mehr

Und noch eins hat das Internet im Teilegroßhandel verändert: Werkstattkunden dauerhaft an einen Lieferanten binden zu wollen, indem man das eigene System gegen alle Fremdanbieter abschottet, funktioniert heute nicht mehr. Die Tatsache, dass nicht ein Händler 100 Prozent aller Lieferwünsche erfüllen kann, und dass freie Werkstattunternehmer zwei bis drei, manchmal mehr Lieferanten nutzen, hat bei einigen Teilegroßhändlern auch die Konzeption ihres Onlineangebots beeinflusst.

Philipp Hess: „Wir stellen offene Schnittstellen zur Verfügung. Das automatische Bestellen über unsere Plattform aus fremden Warenwirtschaftssystemen ist grundsätzlich möglich.“ Es scheint, als habe sich der etablierte Teilegroßhandel seit der Automechanika 2000 erfolgreich „entstaubt“.

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