Ferrari F8 Spider

Perfektion in offener Form

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Dabei ist das Cockpit extrem fahrerorientiert: Alle wichtigen Bedienelemente befinden sich direkt am Lenkrad. Dazu gehören – durchaus gewöhnungsbedürftig – Anzeigen, Blinker, Fernlicht, Startknopf, Dämpfersteuerung, die Schalter zum Aktivieren von Sprachsteuerung, Telefon und Scheibenwischern sowie nicht zuletzt der berühmte Manettino, mit dem die Fahrprogramme ausgewählt werden: Wet, Sport, Race, Traktionskontrolle aus und Stabilitätskontrolle aus. Für den Beifahrer gibt es einen eigenen Bildschirm, der per Berührung bedient werden kann.

Start der Fahrt: Maranello

Wir fahren vom Stammsitz in Maranello los. Die stark von Lastwagen befahrene SP 467 mit ihrem relativ schlechten Fahrbahnbelag ist nicht ideal für einen 720-PS-Supersportwagen, aber mit weicher Dämpfereinstellung kommt der F8 gut damit zurecht. Sobald es auf kleinen Straßen in die Hügellandschaft geht, kommt die brutale Kraft zur Geltung. Mit unerbittlicher Gewalt drückt die zwangsbeatmete Maschine den Fahrer in den Sitz, während er förmlich von Kurve zu Kurve fliegt.

Dabei ist die Geräuschkulisse nicht mehr ganz so dominant wie früher, was nicht zuletzt an der Turboaufladung und dem Otto-Partikelfilter liegt, mit dem die Emissionen in homöopathische Bereiche gedrückt werden. Und natürlich muss auch Ferrari den immer schärferen Lärmschutz-Vorschriften gerecht werden.

Ferrari F8 Spider: Leistung im Überfluss
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Die Balance und Linearität, mit der dieser Ferrari seine überragende Leistung auf die Straße bringt, ist bemerkenswert. Der F8 Spider lässt sich trotz seiner 720 PS problemlos in der Stadt und im dichten Verkehr bewegen. Doch sobald das perfekte Stück Straße auftaucht, findet eine blitzartige Transformation statt.

Auf dem zweiten Teil unserer Ausfahrt sind die Straßen gerade und viel glatter, aber der F8 ist so unglaublich schnell, dass es nicht einmal ansatzweise möglich ist, sein Potential auf öffentlichen Straßen auszuloten. Man muss sich mit diesem Cabrio auf eine Rennstrecke begeben, um den Grenzbereich zu erfahren.

Nah an der automobilen Perfektion

Viel zu schnell geht der Tag vorbei. Gibt es etwas Schöneres als mit diesem Boliden durch die italienischen Hügel zu fahren, während der Wind durch die Haare rauscht? Man fährt ja nicht nur, sondern erlebt viel mehr: Den Restaurantbesitzer, der einen verpflichtet, im Parkverbot direkt vor seinem Gasthaus zu parken; die Kinder, die von Ohr zu Ohr lächeln, wenn sie das Auto sehen. Glücklich, wer so etwas nicht nur an einem Testtag erleben kann.

Ganz klar: Was die Italiener hier vorgelegt haben, kommt der automobilen Perfektion unglaublich nahe. Atemberaubendes Design, ein fahrerorientiertes Cockpit, Leistung im Überfluss für fast alle Situationen – außer vielleicht auf einem Hypercar-Trackday. Kritikpunkte? Na ja, er könnte noch etwas lauter sein. Klagen auf höchstem Niveau...

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