Cupra Performance-Marke schafft Jahresziel zum Halbjahr

Autor: Andreas Grimm

Für den Seat-Handel sind die Cupra-Modelle derzeit Absatzbooster und Kundenbagger zugleich. Das Fabrikat hat bereits jetzt die fürs Gesamtjahr angestrebte Umsatzverdoppelung erreicht. Dabei hat Cupra noch einen weiteren Trumpf in der Hand.

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Cupra-Modelle verkaufen sich derzeit wie geschnitten Brot. Nach sechs Monaten ist das Umsatzziel für das laufende Jahr bereits erreicht.
Cupra-Modelle verkaufen sich derzeit wie geschnitten Brot. Nach sechs Monaten ist das Umsatzziel für das laufende Jahr bereits erreicht.
(Bild: Hahn Automobile)

Die Performance-Marke Cupra boomt. Wie Markenchef und Seat-Vorstandsvorsitzender Wayne Griffiths im Gespräch mit der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ erklärte, hat die Seat-Tochter das Umsatzziel von einer Milliarde Euro in diesem Jahr schon im ersten Halbjahr erreicht. Damit habe Cupra alle Erwartungen und Planungen übertroffen. „Was die Zahlen angeht, sind wir auf jeden Fall weiter, als wir es erhofften“, sagte Griffiths.

Seat- und Cupra-Vorstandschef Wayne Griffiths mit dem derzeitigen Absatzmotor Cupra Formentor.
Seat- und Cupra-Vorstandschef Wayne Griffiths mit dem derzeitigen Absatzmotor Cupra Formentor.
(Bild: Seat)

Im Februar hatte Griffiths selbst die Planzahlen für das laufende Jahr verkündet und eine Umsatzverdoppelung auf eben die nun erreichte Milliarde in Aussicht gestellt. Der Anteil am Gesamtabsatz der Seat S.A. sollte von 5 auf 10 Prozent steigen. Ziel war ein Neuwagenabsatz von 60.000 Einheiten, nach 27.400 Stück im Jahr 2020.

Die Entwicklung steht inzwischen auf breiten Füßen. Hatten schon der Cupra und der Cupra Leon gute Resonanz im Markt, trägt nun wesentlich der Formentor zur frühzeitigen Zielerreichung bei. In Deutschland werden vom ersten eigenständigen Cupra-Modell inzwischen 2.000 Einheiten im Monat neu zugelassen – das ist in etwa jeder siebte Neuwagen im Seat-Handel und mit dem Ibiza-Absatz gleichauf. Im gesamten ersten Halbjahr waren es 8.400 Formentor. Cupra Ateca und Cupra Leon werden vom Kraftfahrt-Bundesamt derzeit nicht gesondert ausgewiesen.

Dabei ist Griffiths sehr zufrieden, dass das Cupra-Wachstum nicht zu Lasten der Hauptmarke Seat geht. „Der Marktanteil von Seat ist stabil geblieben“, betont Griffiths. „Cupra kommt da on top.“ Diese Einschätzung bestätigen auch immer wieder die Händler im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Der Formentor sei bei den Kunden sehr gefragt und ein Absatz- bzw. Eroberungszugpferd. Entsprechend investitionsbereit sind viele Seat-Partner derzeit hinsichtlich des Aufbaus von Cupra-Schauräumen.

Schon jetzt bereiten sich die Partner auf den nächsten Schritt vor: die Einführung des ersten rein elektrischen Modells der Spanier, des Cupra Born (abgesehen vom umgerüsteten und nicht mehr erhältlichen Seat Mii electric). Damit ist auch die Einführung des Agenturmodells bei Cupra verbunden – zunächst aber nur für den Born.

Cupra Born: Nachhaltige Performance
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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«