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Peter-Gruppe: Neuer Vorzeigebetrieb für Opel

| Autor: Jens Rehberg

Das Autohaus Peter hat an seinem Stammsitz 3,5 Millionen Euro investiert, um Opel an der Nordhäuser Automeile markenexklusiv präsentieren zu können. Dafür gab es Lob nicht nur vom Hersteller.

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Die Peter-Gruppe hat am Stammsitz in Nordhausen einen markenexklusiven Opel-Betrieb eingeweiht.
Die Peter-Gruppe hat am Stammsitz in Nordhausen einen markenexklusiven Opel-Betrieb eingeweiht.
(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Es war wohl das gewichtigste Lob des Abends: Der ehemalige Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Dieter Althaus, würdigte den Mut von Helmut und Andreas Peter, in der jetzigen Zeit ein neues Autohaus zu bauen. Schließlich bekomme das Automobil seit einiger Zeit starken Gegenwind. Das sagte der Ehrengast anlässlich der Eröffnung eines neuen, markenexklusiven Opel-Betriebes am Donnerstag an der Nordhäuser Automeile – dem Stammsitz der Peter-Gruppe.

Im Zuge der Verlegung des Opel-Geschäfts von einem Mehrmarkenbetrieb in den Neubau ergeben sich in Nordhausen, wo Peter mittlerweile ein ganzes Konglomerat an Unternehmungen betreibt, zahlreiche weitere Umstrukturierungen, so dass Andreas Peter sagt: „Nächstes Jahr wird erstmal konsolidiert.“ 3,5 Millionen Euro haben Helmut und Andreas Peter in den Betrieb investiert. „Eine separate, gute Präsentation unserer Marken ist uns sehr wichtig“, betont Andreas Peter. Bislang hatte der Händler direkt nebenan Opel in einem Gebäude gemeinsam mit Jeep und Suzuki vermarktet.

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In dem neuen Betrieb, der in acht Monaten Bauzeit entstand, will Andreas Peter im übernächsten Jahr 200 Neu- und 300 junge Gebrauchtwagen verkaufen. Damit will er das Volumen an zertifizierten Jungwagen mehr als verdoppeln – an Neuwagen wäre es ein Drittel mehr als bislang. Insgesamt dreht die Gruppe derzeit an ihren sechs Opel-Vertriebsstützpunkten jährlich rund 1.500 neue Einheiten.

Den neuen Opel-Exklusivbetrieb mit 1.200 Quadratmetern Schauraumfläche wird Achit Tölle leiten, der schon seit Jahren das Geschäft am bisherigen Standort verantwortete. „Dort kommt jetzt das Transporter-Gebrauchtwagenzentrum von Mercedes rein“, erzählte Tölle am Rande der Veranstaltung. Jeep und Suzuki wiederum ziehen ein paar Gruppenbetriebe weiter in das bisherige „Junge-Sterne“-Domizil. Dort wird zusätzlich ein neuer Jeep-Schauraum angebaut. Wenn alles klappt, will Tölle an dieser Stelle auch Dodge ergänzen. Suzuki soll gemeinsam mit Mitsubishi die andere Seite des Gebäudes belegen.

Mehr Personal geplant

Im neuen Opel-Betrieb schließt sich hinter dem Schauraum ein 700 Quadratmeter großer Servicebereich an. Sieben Werkstattplätze – einer davon für Nutzfahrzeuge – werden dort gerade eingerichtet, allesamt mit Unterflurbühnen und Anschlüssen für Strom, Luft und Öl. Zudem gibt es zwei Elektro-Stationen mit 25 kW Ladeleistung.

Im Außenbereich ist zwischen über 100 neu gepflanzten Bäumen Platz für rund 200 Fahrzeuge. Außerdem gibt es eine Portalwaschanlage, die mit „Highspeed“-Programm und Hochdruckdampfstrahler einen sehr schnellen Fahrzeugdurchlauf ermöglichen soll.

Achit Tölle startet zunächst mit seiner 16-köpfigen, bewährten Bestandsmannschaft. „Die soll allerdings zeitnah aufgestockt werden“, so der umtriebige Centerleiter, der „nebenbei“ noch als Ausbildungsleiter für 85 technische Lehrlinge zuständig ist.

Spiritueller Höhepunkt der Eröffnungsfeier am Donnerstagabend war ein geistlicher Segen des Nordhäuser Dom-Pfarrers Richard Hentrich. „Geben Sie den Dingen im Alltag doch auch mal wieder öfter Ihren Segen“, verabschiedete er die Gäste ans perfekt durchorganisierte Buffet.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«