Peugeot bringt Billig-Linie

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Neue Wege bei Peugeot: Mit der Einführung einer Billig-Linie ändert der Autobauer auch seine Namensgebung. Künftig werden die Modelle mit günstigem Einstiegspreis unter der Endziffer „1“ angeboten.

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Peugeot kennzeichnet künftig seine günstigen Einstiegsmodelle mit der Endziffer „1“.
Peugeot kennzeichnet künftig seine günstigen Einstiegsmodelle mit der Endziffer „1“.
(Foto: Peugeot)

Der französische Automobilhersteller Peugeot will künftig Einstiegsmodelle mit einem günstigen Preis unter der Endziffer „1“ anbieten. Für den deutschen Markt seien diese Modelle nicht bestimmt, erläutert Peugeot-Pressesprecher Ulrich zum Winkel gegenüber »kfz-betrieb«-Online.

Den Start macht der Peugeot 301, der im November 2012 in der Türkei eingeführt wird. Die viertürige Stufenheck-Limousine, die Peugeot im September auf dem Pariser Autosalon vorstellen will, soll in Afrika, Südamerika und den Golf-Staaten die Märkte erobern. Zudem soll der „301“ in Mittel- und Osteuropa sowie Griechenland für Absatz sorgen.

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Damit geht Peugeot einen anderen Weg als Wettbewerber Renault, der mit Dacia speziell eine Marke hat, unter der günstige Modelle angeboten werden. Über eine eigene Billig-Linie von Peugeot wird seit längerem spekuliert. Bereits Mitte 2010 waren Gerüchte laut geworden, PSA könnte die Marke Talbot wiederbeleben. Wenig später wurde als Billiglabel Simca ins Spiel gebracht.

In den etablierten Märkten wie Deutschland bekommen die Nachfolgemodelle künftig alle die Endziffer „8“ in ihren Namen. Erhalten die Modelle 308, 3008 und 5008 einen Nachfolger, so wird auch dieser den gleichen Namen tragen. Fahrzeuge der „7er Generation“, wie der 807, werden bei ihrer Erneuerung eine „8“ erhalten.

Nicht alle Märkte werden ausschließlich mit Fahrzeugen der Endziffer „8“ oder „1“ bedient. „Es wird Märkte geben, in denen Fahrzeuge mit beiden Endziffern verkauft werden“, sagt zum Winkel.

Die Nummerierung mit drei oder vier Ziffern stellt sich künftig also wie folgt dar:

  • Die erste Ziffer steht für das Segment und damit auch für die Größe des Fahrzeugs.
  • Die Null in der Mitte ist ein patentiertes Markenzeichen von Peugeot.
  • Bislang wies die letzte Ziffer auf die Generation hin. Künftig stehen hier die Endziffern „1“ oder „8“.

Die Ziffernfolge in der Namensgebung hat bei Peugeot eine lange Tradition: 1929 brachte der Autobauer den 201 auf den Markt. Ende der neunziger Jahre ergänzte Peugeot das System um die Buchstabenkombinationen „CC“ und „SW“ zur Kennzeichnung der Karosserieformen. 2005 hat der Autobauer die Doppelnull in der Mitte eingeführt, die für die Modelle mit Van-Architektur steht, zum Beispiel 3008 oder 5008. Nun begründet Peugeot den nächsten Schritt mit der fortschreitenden Internationalisierung des Unternehmens.

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