Peugeot-Händler fordern Verbesserungen ein

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Der Verband der Peugeot Partner Deutschland hat auf seiner Jahreshauptversammlung trotz des Absatzzuwachses den Importeur massiv kritisiert. Die Probleme müssten nun schnell behoben werden.

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Rund 200 Händler und Servicepartner von Peugeot haben auf der Jahreshauptversammlung des Verbands der Peugeot Partner Deutschland (VPPD) in Schweinfurt ihrem Ärger Luft gemacht. Dank der Umweltprämie hat der Importeur in Deutschland zwar viel verkauft, dennoch läuft vieles in der Handelsorganisation nicht rund.

Die Belastungen für die Peugeot-Partner müssten schnell zurückgefahren werden, forderte VPPD-Präsident Gerhard Stach. Denn für das kommende Jahr rechnet sein Verband nur noch mit einem Absatzvolumen von zirka 2,5 Millionen Einheiten in Deutschland. Der Vorstand des VPPD fordert daher vom Importeur schnelle Verbesserungen in den folgenden Punkten:

  • Die Situation im Ersatzteilbereich: Die Preise seien vielfach nicht nachvollziehbar, Ersatzteillieferungen nehmen zu viel Zeit in Anspruch.
  • Der Komplex Garantie-/Kulanz: Die Bearbeitung dauere nach wie vor zu lange und belastet die Betriebe finanziell.
  • Die Restwertproblematik in der Mittel-/Oberklasse: Dazu fordert der VPPD Stützungsmaßnahmen seitens des Herstellers.
  • Der Abbau von Bürokratie: Trotz andauernder Gespräch tue sich immer noch zu wenig.
  • Das System der Kundenzufriedenheitsanalyse: Die Mangelanfälligkeit der Peugeot-Fahrzeuge wirke sich ungünstig aus.
  • Das EDV-System (Peugeot-Online-PC): Aus Sicht des Verbandes nicht praxisgerecht und zu teuer.
  • Kreditsituation durch die Peugeot-Bank: Der Finanzierungszinssatz von 8,6 Prozent sei zu hoch und liege deutlich über dem von Mitbewerbern.

Konkrete Vorschläge

„Die Händler und Servicebetriebe müssen wissen welche Invetsitionen auf sie kommen und ob die Peugeot-Bank sie dabei unterstützt“, forderte VPPD-Geschäftsführer Herbert Kirst von der zahlenmäßig stark vertretenen Führungsriege des Importeurs.

Der scheidende Geschäftsführer Olivier Dardart nahm die Forderungen auf und räumte ein, dass es noch viel zu tun gebe, um die Marke Peugeot in Deutschland erfolgreich zu positionieren. Zugleich bedankte er sich bei den Partner-Betrieben und dem VPPD für die seit Mai 2006 bestehende Zusammenarbeit. Dardart wechselt in die Peugeot-Zentrale nach Paris.

Offiziell seit dem 1. Oktober ist Thomas Bauch Geschäftsführer von Peugeot Deutschland. Er stand ebenso wie die Direktoren und Leiter der einzelnen Herstellerbereiche den VPPD-Mitgliedern Rede und Antwort. Für zahlreiche vorgebrachte Wünsche und Anregungen stellten die Verantwortlichen bereits konkrete Maßnahmen in Aussicht. „Wir wollen mit dem VPPD gemeinsam an einem Ziel arbeiten“, signalisierte Bauch sein Interesse an einer konstruktive Zusammenarbeit.

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