Suchen

Peugeot Instinct: Autonom nach Wahl

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Peugeot stellt auf dem Genfer Salon die Studie eines autonomen Kombis vor, dessen Fahrer wählen kann, ob er sich entspannt oder sportlich fahren lassen will. Spätestens in zehn Jahren soll diese Technik zum Alltag gehören.

Firma zum Thema

Der Peugeot Instinct soll die verschiedenen Möglichkeiten des zukünftigen Autofahrens ausloten.
Der Peugeot Instinct soll die verschiedenen Möglichkeiten des zukünftigen Autofahrens ausloten.
(Bild: Peugeot)

Nach dem Zehn-Stunden-Job und anschließendem Work-out im Fitness-Center zu müde, um selbst nach Hause zu fahren? Kein Problem. Geht es nach den Visionen der Peugeot-Entwickler, könnte der Fahrer sich jetzt nicht nur entspannt hinters weggeklappte Lenkrad setzen, E-Mails checken oder fernsehen und das autonome System den Chauffeur spielen lassen. Über dessen „Smart-Watch“ weiß das Auto sogar schon vor dem Einsteigen, wie erschöpft sein Passagier ist und ob es in diesem Falle sinnvoller wäre, den autonomen Fahrmodus zu aktivieren.

Diese enge Verknüpfung mit seinem Auto, oder besser dem „Smartphone auf Rädern“, soll schon bald zum Alltag gehören. Aude Brille, Strategie-Chef bei Peugeot, sieht dafür einen Zeithorizont von weniger als zehn Jahren. „Mobilität wird so einfach und entspannt wie nie zuvor“, so Brille.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Auf dem Genfer Autosalon wird Peugeot seine Vorstellungen in Form eines gedrungenen und kompakten Sportkombis namens Instinct präsentieren, der mehr einem getunten Shooting Brake als einem praktischen Familienfahrzeug gleicht. Gilles Vidal, Design-Direktor von Peugeot, weiß darauf natürlich die passende Antwort. „Wir sehen das autonome Fahren nicht automatisch in einer Großraumlimousine, in der sich die Sitze drehen lassen und sich die Passagiere vis-á-vis unterhalten.“

Peugeot fährt im Instinct bewusst einen anderen Kurs. Der Fahrer soll nicht nur entscheiden können, ob und wann er im autonomen Modus unterwegs sein will, sondern auch, auf welche Art er sich autonom fahren lassen möchte. „Wir unterscheiden zwischen soft und sharp“, sagt Matthias Hossann, der Projektleiter der Instinct-Studie. „Das Auto kennt per „Machine Learning“ die Vorlieben seines Fahrers ganz genau, weiß also auch, wenn es beispielsweise von der Autobahn auf die kurvenreiche und leere Landstraße geht, dass nun automatisch der „Drive-Boost-Modus“ zu empfehlen ist.“ Hier werden dann alle „Sinne“ des Instinct „scharf“ gestellt. Er lässt sich dann fahren wie heute jeder Sportkombi.

(ID:44551757)