Peugeot positioniert den 308 gegen den Golf

Autor / Redakteur: SP-X / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der französische Hersteller überarbeitet nach schwachen Absatzzahlen sein Kompaktmodell. Das Design soll mit Klarheit und Eleganz überzeugen, die aggressiven Elemente verschwinden.

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Der Peugeot 308 startet im Herbst auf der IAA in Frankfurt.
Der Peugeot 308 startet im Herbst auf der IAA in Frankfurt.
(Foto: Peugeot)

Peugeot will mit einem überarbeiteten 308 wieder Boden gut machen. Trotz oder wegen eines aggressiven Frontdesigns – dem Haifischmaul – hatte das Kompaktmodell 308 zuletzt deutlich Marktanteile an die deutsche und asiatische Konkurrenz verloren. Verkaufte sich der kompakte Franzose im Jahr 2011 noch 15.600 Mal, waren es im letzten Jahr nur noch 12.200 Einheiten. Bei der Neuauflage des Fünftürers im Herbst verzichten die Franzosen daher auf stilistische Experimente und orientieren sich stattdessen an Eleganz und Wertigkeit des VW Golf.

Statt des vom aktuellen Modell bekannten weit aufgerissenen Kühlergrill-Schlunds gibt es nun einen schmaleren, verchromten Lufteinlass an der Front. Vorbild ist die 2011 mit dem Mittelklassemodell 508 eingeführte neue Designlinie, mit der Peugeot seine Pläne zur Höherpositionierung der Marke unterstreicht. Wie der große Bruder erlaubt sich daher auch der neue 308 keine optischen Extravaganzen mehr, setzt stattdessen fast schon teutonisch auf klares und elegantes Design.

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Im Innenraum allerdings will Peugeot eigene Akzente setzen. Dazu kommt im 308 die schon aus dem Kleinwagen 208 bekannte ungewöhnliche Cockpit-Architektur zum Einsatz: Das Lenkrad ist vergleichsweise klein und tief montiert und auf die Instrumente blickt man nicht wie sonst üblich durch den Kranz, sondern über den Volant hinweg. Dadurch sollen sie ins Blickfeld des Fahrers rücken, der dann die Augen kürzer von der Straße nehmen muss. Ebenfalls vom 208 übernommen wird die Touchscreen-Steuerung für Infotainment-, Navi- und Klimafunktionen. Das alles zusammen ergibt einen sehr aufgeräumt wirkenden Fahrer-Arbeitsplatz.

Details zu den Antrieben nennt der Hersteller noch nicht. Aufgrund des um 140 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger gesenkten Fahrzeuggewichts soll die Neuauflage aber deutlich knausriger geworden sein. Die Bestmarke setzt ein Spar-Diesel mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 85 Gramm pro Kilometer.

Premiere feiert der neue Peugeot 308 auf der IAA in Frankfurt (12. bis 22. September). Die Markteinführung erfolgt im Herbst. Preise nennen Hersteller und Importeur noch nicht, der Vorgänger startete bei rund 17.400 Euro.

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