Peugeot und Citroën ziehen nach Rüsselsheim

Autor: Christoph Baeuchle

Bei der PSA-Gruppe stehen erneut Umzüge an: Citroën und Peugeot müssen nach Rüsselsheim zu Opel ziehen. Davon verspricht sich der Hersteller größere Synergien. In den vergangenen Jahren machte der französische Autobauer allerdings eher negative Erfahrungen mit Umzügen.

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Erst 2013 eröffnet, aber bald schon wieder Geschichte: die Deutschland-Zentrale von Peugeot und Citroën in Köln.
Erst 2013 eröffnet, aber bald schon wieder Geschichte: die Deutschland-Zentrale von Peugeot und Citroën in Köln.
(Bild: PSA)

Die PSA-Gruppe will ihr Deutschland-Geschäft für alle Konzernmarken bei Opel in Rüsselsheim bündeln. Ziel ist es, Synergien zu heben sowie kürzere und schnellere Entscheidungswege aufzubauen. Nachdem die Kernmarken Peugeot und Citroën erst vor einigen Jahren in Köln zusammengezogen sind, steht nun ein erneuter Ortswechsel an.

Das Unternehmen will alle Mitarbeiter, derzeit sind rund 180 Beschäftigte im Innendienst, von Köln nach Rüsselsheim mitnehmen. Als Peugeot vor sechs Jahren von Saarbrücken nach Köln zog, folgten allerdings nur zwischen 10 und 20 Prozent an den neuen Standort.

„Wir bieten allen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen sicheren, zukunftsfesten Arbeitsplatz in Rüsselsheim an. Über die Konditionen eines Wechsels nach Rüsselsheim werden wir zeitnah mit unseren Sozialpartnern Gespräche aufnehmen“, sagte Rasmus Reuter, Geschäftsführer von Peugeot Citroën Deutschland.

Die Marken Peugeot, Citroën und DS Automobiles bleiben auch zukünftig in Köln vertreten. „Wir werden mit rund 30 Standorten eine umfangreiche Präsenz im Großraum Köln haben“, sagte Reuter.

Die deutschen Pkw- und Nutzfahrzeug-Neuzulassungen der Marken der PSA Gruppe – Peugeot, Citroën, DS Automobiles und Opel – beliefen sich im vergangenen Jahr insgesamt auf rund 392.000 Einheiten. Im Pkw-Geschäft lag der kombinierte Marktanteil bei rund zehn Prozent.

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Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände