Peugeot: „Verträge an 100 Punkten geändert“

Autor / Redakteur: Das Interview führte Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Peugeot Deutschland sucht das Gespräch mit den Händlern. Gerhard Stach, Präsident des Verbands der Peugeot-Partner Deutschland, erläutert, was erreicht wurde und wo es noch klemmt.

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Herr Stach, bei der Händlerverbandstagung von Peugeot haben Sie im November 2010 „Taten statt Worte“ gefordert. Hat sich bei Peugeot seither etwas bewegt?

Gerhard Stach: Es haben erste Veränderungen stattgefunden. Wir hatten vor allem Änderungen und Verbesserungen in der Garantie- und Kulanzabwicklung gefordert. Dies war in der Vergangenheit für Peugeot-Partner mit erheblichen Ärgernissen verbunden. Seit April gehört der Zusammenschluss der Backoffice-Bereiche Garantie und Technik von Peugeot und Citroën wieder der Vergangenheit an. Die Abwicklung für Peugeot wird nun wieder komplett in Saarbrücken erledigt.

Wie wirkt sich dies aus?

Da die Trennung erst im April stattgefunden hat, ist es für eine Einschätzung noch zu früh. Wir haben am 24.5.2011 über diese Veränderungen erste Gespräche geführt. Insgesamt gehen wir nicht zuletzt aufgrund der Gespräche davon aus, dass sich die Gesamtsituation für alle Beteiligten nachhaltig verbessert.

Konkret kritisierten Sie bei der Verbandstagung den ausbleibenden Bürokratieabbau.

Peugeot hat dem Verband auch diesbezüglich klare Signale gegeben, dass die Forderungen berechtigt sind und als solche erkannt wurden. In den nächsten Wochen treffen wir uns mit PDG, um gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten.

Zudem war die Informationstechnologie des Importeurs großer Kritik ausgesetzt. Hat es hier erste Fortschritte gegeben?

Es gibt diverse ungeklärte Punkte, zu denen wir gemeinsam Lösungen erarbeiten müssen. PDG hat bereit signalisiert, auf die Kritikpunkte einzugehen.

Welche positiven Entwicklungen gibt es seit November noch?

Vielversprechend ist hervorzuheben, dass PDG klare Signale an den Verband gegeben hat, die anstehenden Punkte in gemeinsamer Anstrengung zu lösen. Ich denke, dass wir nur auf diesem Wege die Möglichkeit haben, uns im Ranking der Händler-Zufriedenheit entscheidend zu verbessern und damit eine positive Richtungsänderung einzuleiten.

Mit einem subventionierten Coaching-Programm will Peugeot die Händler unterstützen. Hilft das?

Es ist verfrüht, dies zu beurteilen. Das Programm beinhaltet Chancen, den betrieblichen Alltag erfolgreicher gestalten zu können. Sofern die diesbezügliche Aussagen des Importeurs zutreffen, und die Coaching-Maßnahmen in der Folgezeit entsprechend umgesetzt werden, sollten sich die damit verbundenen Kosten auch amortisieren.

Wie viele Tage dauert eine Schulung für einen Betrieb?

Für jeden Betrieb wird individuell eine Analyse erstellt. Aus dieser ergibt sich die Anzahl der Schulungstage.

Ab Juni gelten die neuen Händlerverträge. Sind Sie damit zufrieden?

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