Digitale Zulassung Piloten im Einsatz

Von Yvonne Simon

Die digitale Pkw-Zulassung funktioniert nach wie vor nicht vollumfänglich. Autohäuser können immer noch keine Fahrzeuge für ihre Kunden zulassen. Immerhin gibt es jede Menge Pilotprojekte. Eine Bestandsaufnahme.

Den Gang auf die Zulassungsstelle soll die digitale Zulassung eigentlich überflüssig machen. Doch es hakt noch.
Den Gang auf die Zulassungsstelle soll die digitale Zulassung eigentlich überflüssig machen. Doch es hakt noch.
(Bild: © ghazii – stock.adobe.com)

Rang 25. Da befindet sich Deutschland derzeit auf dem sogenannten E-Government Development Index (EGDI), der den Status digitaler Verwaltungsangebote der verschiedenen Länder rund um den Globus vergleicht. So weit hinten lag Deutschland seit Einführung des Index 2003 nicht. Damals belegte die Bundesrepublik noch Platz 9.

Sinnbildlich: Schon fast so lange, wie es den EGDI gibt, bestehen in Deutschland Pläne zur digitalen Fahrzeugzulassung. Erste Piloten starteten 2006. 2013 rief das Bundesverkehrsministerium dann das Projekt „internetbasierte Fahrzeugzulassung“ (i-Kfz) ins Leben, das in vier Stufen umgesetzt wird (siehe Kasten). So richtig in die Gänge kommt i-Kfz aber bis heute nicht. Seit Herbst 2019 können immerhin Privatkunden Fahrzeuge digital neu zulassen (Stufe 3). Doch der Prozess ist umständlich und wird mittlerweile zwar von vielen, aber nach wie vor nicht von allen Zulassungsstellen angeboten. In Nordrhein-Westfalen sind es zum Beispiel 75 Prozent, wie »kfz-betrieb« vom dortigen Verkehrsministerium erfuhr. Der Rest hat IT-Probleme oder wechselt gerade den Softwareanbieter.