Pirelli bleibt in der Formel 1

Neuer Vertrag läuft von 2014 bis 2016

| Autor: Jan Rosenow

Für jeden Zweck der passende Gummi: Die Formel-1-Reifenkollektion von Pirelli.
Für jeden Zweck der passende Gummi: Die Formel-1-Reifenkollektion von Pirelli. (Foto: Pirelli)

Der italienische Reifenhersteller Pirelli bleibt exklusiver Lieferant für die höchste Motorsportklasse: Nachdem der World Motor Sport Council (WMSC) diesen Status bereits bestätigt hatte, verlängerten jetzt der Weltverband des Motorsports (FIA) und der Reifenhersteller ihren Vertrag zur Ausrüstung der Formel 1. Er gilt für drei Jahre, von 2014 bis 2016.

Weiterhin meldet der Hersteller Änderungen des FIA-Regelwerks für Reifentests. Die neuen Regeln gelten ab der Saison 2014 und enthalten folgende Punkte:

  • Einer der zwölf offiziellen Testtage vor Saisonbeginn ist ausschließlich den Regenreifen vorbehalten.
  • Jedes Team darf während der Saison acht Testtage nutzen. Einen dieser Tage widmen die Teams ausschließlich den Reifen. Das bedeutet: Während der acht Testtage der laufenden Saison wird mindestens ein Team (maximal zwei Teams gleichzeitig) gemeinsam mit Ingenieuren von Pirelli Reifentests durchführen.

Pirelli kooperiert darüber hinaus auch in Zukunft bei der Spezifikation der Reifen und allen Aspekten ihrer Entwicklung eng mit der FIA und den Teams, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem verabredeten sich die Motorsportorganisation und das italienische Unternehmen zu einer Diskussion über eine mögliche Partnerschaft im Rahmen der FIA-Kampagne „Action for Road Safety“.

Die Bilanz von drei Jahren Formel 1

Seit 2011 ist Pirelli Exklusivlieferant für die Königsklasse. In dieser Zeit hat das Unternehmen bzw. sein Rennsport-Reifenwerk in Izmit (Türkei) die erstaunliche Zahl von 112.200 Formel-1-Reifen produziert, die nach dem Einsatz übrigens alle recycelt worden sind – zumindest das, was von ihnen übrig war.

Die höchste im Rennen erreichte Geschwindigkeit betrug 341,1 km/h. Die Laufleistung der einzelnen Mischungen fiel extrem unterschiedlich aus: Die maximale Rundenzahl mit der harten Mischung betrug 689, während ein Regenreifen im schlimmsten Fall bereits nach 66 Runden in Fetzen hing.

Pirelli ist mit Unterbrechungen bereits seit 1950 in der Formel 1 aktiv. In dieser Zeit absolvierte das Unternehmen 261 Rennen und errang 102 Siege – 58 davon allerdings ohne Konkurrenz in den letzten drei Jahren. Ziemlich genauso viele – das lässt sich jetzt schon sagen – werden bis 2016 dazukommen.

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