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Pirelli will Gewinnmarge deutlich erhöhen

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Die Pirelli-Führung hält deutliche Kostensenkungen für unausweichlich, denn die Ebit-Marge von derzeit gut 17 Prozent erscheint nicht ausreichend. In den kommenden Jahren will der Reifenproduzent investieren und sparen.

(Bild: Pirelli / Pirelli / el_ave / CC BY 2.0 / CC BY 2.0)

Der italienische Reifenhersteller Pirelli will seine Profitabilität erhöhen. Mit verschiedenen Maßnahmen soll die Marge des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) bis zum Jahr 2022 auf 18 bis 19 Prozent ansteigen, teilte der Konzern am Mittwoch in Mailand mit. Der Umsatz soll sich im gleichen Zeitraum auf 5,8 Milliarden Euro erhöhen – dazu ist ein jährlicher Anstieg von rund 3 Prozent nötig.

Begleitend zur Umsetzung dieser Ziele will der Reifenhersteller im Zeitraum 2020 bis 2022 rund 900 Millionen Euro investieren. Gleichzeitig seien deutliche Kostensenkungen nötig, hieß es weiter.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen, das auf hochwertige und teure Reifen fokussiert ist, mehrfach seine Umsatzerwartungen gekappt. Der Continental-Konkurrent bekommt wie viele andere Zulieferer die maue Autokonjunktur zu spüren und litt zuletzt unter der anhaltend schwachen Nachfrage der Hersteller.

Auf Basis vorläufiger Zahlen stiegen die Erlöse 2019 um 2,5 Prozent auf rund 5,3 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging um 4 Prozent auf 917,3 Millionen Euro zurück. Die entsprechende Marge lag mit 17,2 Prozent im Rahmen der Erwartungen des Unternehmens und sackte um 1,2 Prozentpunkte ab.

Für das erste Quartal erwartet Pirelli laut den Angaben einen negativen Effekt von rund 30 Millionen Euro auf den Gewinn durch die Folgen des Coronavirus, der im weiteren Jahresverlauf aber ausgeglichen werden sollte. Sollte die Krise jedoch anhalten, werde der Konzern seine Erwartungen bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2020 im Mai anpassen.

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