Pkw-Markt im Juni: Hochbeiner-Boom legt Pause ein

Autor Christoph Seyerlein

SUVs und Geländewagen hatten gemeinsam die Kompaktklasse bei den Neuzulassungen in Deutschland zuletzt überholt. Im Juni wendete sich aber das Blatt wieder, obwohl Kompakte wesentlich weniger gefragt waren als im Vorjahresmonat.

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Autos aus der oberen Mittelklasse wie die Mercedes-Benz E-Klasse waren im Juni bei Kunden verhältnismäßig stark gefragt.
Autos aus der oberen Mittelklasse wie die Mercedes-Benz E-Klasse waren im Juni bei Kunden verhältnismäßig stark gefragt.
(Bild: Daimler)

SUVs und Geländewagen haben ihren gemeinsamen Angriff auf die Kompaktklasse als gefragtestes Pkw-Segment in Deutschland nicht fortsetzen können. Waren im Mai die Hochbeiner sogar an den Kompakten vorbeigezogen, drehte sich der Befund im zurückliegenden Monat wieder. Und das, obwohl die Kompaktklasse laut den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) im Juni mit 76.290 Einheiten im Vergleich zum Vorjahresmonat enorm schwächelte (-14 %).

Der Marktanteil von 23,3 Prozent reichte im Juni allerdings, um die SUVs und Geländewagen in Schach zu halten. Das lag vor allem an den Geländewagen, die mit 26.027 neu zugelassenen Modellen im Vergleich zum Vorjahr deutlich Federn ließen (-5,9 %). Bei den SUVs (45.453 Einheiten) verzeichnete das KBA zwar weitere Zuwächse, mit 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fiel das Plus aber weniger stark aus als zumeist in der jüngeren Vergangenheit. Gemeinsam brachten es die beiden Hochbeiner-Segmente im Juni so auf einen Marktanteil von 21,8 Prozent in Deutschland.

Zu den Gewinner-Segmenten zählten im zurückliegenden Monat die Kleinwagen (51.823 Einheiten, +10,3 %), die obere Mittelklasse (13.261, +23,6 %) und die Utilities (17.224, +22,3 %). Deutlich weniger gefragt waren im Jahresvergleich neben der Kompaktklasse vor allem Autos aus der Oberklasse (2.498 Einheiten, -14,9 %), Sportwagen (3.577, -17,4 %) und Vans (24.498, -14,7 %).

In der modellbezogenen Bestsellerliste des KBA hat sich von Mai auf Juni kaum etwas getan. Einzig bei den SUVs gab es einen Wechsel an der Spitze. Mit 3.758 Einheiten war der Ford Kuga im zurückliegenden Monat das am häufigsten neu zugelassene Modell in diesem Segment. Im Mai hatte noch der Opel Mokka den ersten Platz belegt. Mit 3.310 Neuzulassungen reichte es im Juni für den Opel aber nur zu Platz drei, zwischen Kuga und Mokka schob sich noch der Mercedes GLK/GLC (3.500 Einheiten). Meistverkaufter Neuwagen war wie so oft der VW Golf, der mit 19.876 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich einbüßte (-9,6 %).

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