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Pkw-Markt mit solidem Plus im ersten Halbjahr

| Autor: Andreas Wehner

Trotz der deutlich rückläufigen Diesel-Neuzulassungen hat das KBA für den deutschen Pkw-Markt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein deutliches Plus verbucht. Das zweite Halbjahr dürfte allerdings schwächer ausfallen.

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(Bild: Wehner / kfz-betrieb)

Der deutsche Pkw-Markt hat das erste Halbjahr mit einem soliden Plus abgeschlossen. Von Januar bis Juni wurden 1,84 Millionen Fahrzeuge neu registriert. Das entsprach einem Plus von 2,9 Prozent, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag mitteilte. Allein im Juni wuchsen die Neuzulassungen um 4,2 Prozent auf rund 341.000 Einheiten.

Experten gehen allerdings davon aus, dass die zweite Jahreshälfte deutlich schwächer ausfallen wird – nicht zuletzt, weil die Diesel-Umstiegsprämien vieler Autobauer auslaufen. Auch das eingeschränkte Angebot aufgrund der Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP könnte in den kommenden Monaten zu weniger Neuzulassungen führen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet für das Gesamtjahr mit einem leichten Plus von einem Prozent und 3,5 Millionen Einheiten.

Die Zahl der neu registrierten Diesel-Fahrzeuge ist dabei deutlich rückläufig. Im ersten Halbjahr verbuchte das KBA 20 Prozent weniger Diesel-Neuzulassungen. Insgesamt waren von Januar bis Ende Juni 32,1 Prozent der verkauften Pkw mit einem Selbstzünder ausgestattet.

63,1 Prozent waren Benziner. Reine Elektrofahrzeuge kamen auf einen Marktanteil von 0,9 Prozent, Hybridmodelle inklusive Plug-in-Hybride erreichten 3,3 Prozent. Für Fahrzeuge mit Gasantrieb wies das KBA in den ersten sechs Monaten einen Anteil von 0,5 Prozent aus.

Unter den deutschen Marken verzeichnete Smart im ersten Halbjahr mit plus 17,5 Prozent den größten Zuwachs, gefolgt von Porsche (+8,9 %), Mini und VW (jeweils +8,6 %). Auch Ford erreichte mit plus 5,7 Prozent ein deutliches Neuzulassungs-Plus. Dagegen mussten die deutschen Premiumhersteller allesamt rückläufige Neuzulassungszahlen auf dem Heimatmarkt hinnehmen. Bei BMW war das Minus mit 1 Prozent noch am geringsten. Bei Audi sank die Zahl der neu registrierten Fahrzeuge um 2 Prozent, bei Mercedes sogar um 2,7 Prozent. Nur Opel verbuchte unter den deutschen Autobauern ein noch stärkeres Minus. Bei der Rüsselsheimer PSA-Tochter gingen die Neuzulassungen um 7,1 Prozent zurück.

Unter den Importmarken erreichten DS (+28,7 %) und Dacia (+24,6 %) die höchsten Steigerungen. Für Tesla zeigte das erste Halbjahr mit minus 33,8 Prozent den deutlichsten Rückgang. Auch Ssangyong musste mit minus 20 Prozent deutlich Federn lassen.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«