Pleitewelle im Kfz-Gewerbe rollt weiter

Redakteur: Gerd Steiler

Die Zahl der Firmenpleiten im Kfz-Gewerbe hat weiter zugenommen. Laut Statistischem Bundesamt mussten in den ersten neuen Monaten 978 Betriebe Insolvenz anmelden. Das sind 160 oder 19,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Die Zahl der Firmenpleiten im deutschen Kraftfahrzeug-Gewerbe hat weiter zugenommen. Laut der jüngsten Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mussten in den ersten neuen Monaten dieses Jahres 978 Handels- und Servicebetriebe Insolvenz anmelden. Das sind 160 oder 19,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Von Zwangsschließungen betroffen waren insgesamt 6.444 Mitarbeiter. In 748 Fällen wurde das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet, weitere 230 Anträge wurden „mangels Masse“ abgewiesen.

Autohändler im Tal der Tränen

Ihre tiefsten Spuren hinterlässt die derzeitige Pleitewelle bei Autohäusern und Teilehändlern. Laut Statistik mussten von Januar bis September insgesamt 541 Autohändler den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Das sind 123 oder 29,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Betroffen waren insgesamt 4.731 Mitarbeiter.

Noch stärker war der prozentuale Anstieg der Insolvenzverfahren im Bereich Autoteile- und Zubehörhandel. Hier stieg die Zahl der Firmenpleiten gegenüber dem Vorjahreszeitraum (79) um 44,3 Prozent auf insgesamt 114. Betroffen waren 669 Mitarbeiter.

Servicebetriebe: Lage leicht verbessert

Deutlich positiver ist dagegen die Situation der Service-Werkstätten. In dieser Sparte mussten in den ersten neun Monaten dieses Jahres 281 Betriebe Insolvenz anmelden. Das sind drei Betriebe weniger (- 1,1 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings waren auch hier insgesamt 960 Mitarbeiter von Firmenpleiten betroffen.

Weitgehend stabil entwickelten sich unterdessen die Handels- und Servicebetriebe der Motorradbranche. Den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge gingen von Januar bis September dieses Jahres insgesamt 42 Zweiradbetriebe in die Insolvenz. Das sind fünf Betriebe oder 13,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Betroffe waren insgesamt 84 Mitarbeiter.

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