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Plug-in-Hybride erleben einen Boom

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Während große Teile des Automarkts derzeit am Boden liegen, erzielen Plug-in-Hybride starke Zuwachsraten. Experte Stefan Bratzel meint: Das Gesicht der Branche könnte sich nun nachhaltig verändern.

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Die Neuzulassungszahlen von Plug-in-Hybriden sind in den ersten vier Monaten hierzulande um mehr als 200 Prozent gestiegen.
Die Neuzulassungszahlen von Plug-in-Hybriden sind in den ersten vier Monaten hierzulande um mehr als 200 Prozent gestiegen.
(Bild: Daimler)

Trotz der Corona-Krise ist die Nachfrage nach E-Autos einer Studie zufolge in den ersten vier Monaten dieses Jahres deutlich gestiegen. Die Zahl der Elektrofahrzeuge habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Deutschland auf 63.000 verdoppelt, heißt es in der Untersuchung des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach.

„In Deutschland profitiert die Elektromobilität bereits von der Ende Februar angehobenen E-Auto-Förderung“, schrieben die Experten um Studienleiter Stefan Bratzel zur Begründung. Ein weiterer Grund seien die CO2-Ziele für 2020 – einige Hersteller böten sehr günstige Konditionen für ihre E-Modelle. Nicht außer Acht lassen sollte man allerdings auch, dass einige E-Fahrzeuge lange Lieferzeiten haben. Wie Krisen-stabil solche Autos sind, wird sich deshalb wohl erst in den kommenden Wochen und Monaten belastbar zeigen.

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Auffällig ist dennoch vor allem die Entwicklung der Plug-in-Hybride. Sie seien aktuell der „Treiber der positiven Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland“, hieß es in dem Bericht. Deren Zahl habe um mehr als 200 Prozent zugelegt. Das liege auch am erweiterten Angebot deutscher Hersteller wie Audi, BMW und Daimler. Europaweit sieht es derzeit ähnlich aus: Auf dem Kontinent wuchs der Absatz jener Fahrzeuge im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 161,7 Prozent.

Bratzel: Gesicht der Branche verändert sich

Plug-In-Hybride kämen nun hierzulande auf einen Marktanteil von 3,9 Prozent, rein elektrische Fahrzeuge auf 3,7 Prozent. „Mit dem Markthochlauf der Elektromobilität wird eine Neuordnung der Automobilindustrie einhergehen, die das Gesicht der Branche nachhaltig verändert“, sagte Bratzel.

Gegensätzlich ist der Elektro-Trend allerdings im wichtigsten Automarkt China: Dort ging die Zahl neu zugelassener E-Autos der Studie zufolge um 45 Prozent zurück. „Damit setzt sich der seit Juli 2019 feststellbare rückläufige E-Fahrzeugverkauf fort, nachdem die staatlichen Förderkulissen der chinesischen Regierung deutlich reduziert wurden“, so die Autoren.

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