Reifenmarkt Plus und Minus

Autor: Jan Rosenow

Elf Prozent weniger Reifen wurden im Jahr 2020 verkauft – das entsprach der Marktprognose des BRV vom Herbst. An einem Segment jedoch ging die Coronakrise nahezu spurlos vorbei.

Im Jahr 2021 ein seltener Anblick: Beratung des Kunden beim Reifenkauf.
Im Jahr 2021 ein seltener Anblick: Beratung des Kunden beim Reifenkauf.
(Bild: Lev Dolgachov - stock.adobe.com)

Rund 47,4 Millionen Reifen wurden im vergangenen Jahr im Reifenersatzgeschäft in Deutschland verkauft. Damit ist der Absatz im Durchschnitt aller Produktsegmente um rund 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das berichtet der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) nach Auswertung der Marktzahlen 2020. „Der Absatzrückgang liegt auf dem erwarteten Niveau“, kommentiert BRV-Geschäftsführer Yorick M. Lowin.

Den mit Abstand größten Anteil am Markt besitzt die Produktgruppe Pkw- und Offroad-Reifen (4x4). Knapp 39,4 Millionen Stück wurden in diesem Segment im vergangenen Jahr verkauft – das entspricht einem Rückgang von 12,1 Prozent im Vergleich zur Vorjahresmenge (44,8 Millionen). Gewinner waren hier erneut einzig die Ganzjahresreifen, von denen mit rund 9,7 Millionen Stück 7,3 Prozent mehr verkauft wurden als 2019. Ihr Marktanteil stieg um etwa 4,5 Prozentpunkte auf jetzt rund 24,5 Prozent. Der Absatz an Pkw- und 4x4-Winterreifen sank hingegen um 18,4 Prozent auf 17,2 Millionen Stück, der an Sommerreifen um 15 Prozent auf 12,5 Millionen.

Über den Autor

 Jan Rosenow

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group