Marktaufbau: Vom Pflänzchen zum Baum

Es bedarf mehrerer Jahre und einer intensiven Pflege, bis man ein Marktgebiet von null aufgebaut hat. Davon kann auch Jeffrey Scott, Geschäftsführer des 2015 neu gegründeten Autohauses European Motor Company, ein Lied singen.

| Autor: Julia Mauritz

In Lüdenscheid vertreibt die European Motor Company die beiden italienischen Premiummarken Alfa Romeo und Jeep.
In Lüdenscheid vertreibt die European Motor Company die beiden italienischen Premiummarken Alfa Romeo und Jeep. (Bild: Mauritz)

Knapp drei Jahre sind vergangen, seit Jeffrey L. Scott den Sprung vom Automobilmanager im Luxussegment zum Automobilhändler wagte und die European Motor Company mit zwei Standorten gründete. Drei Jahre, in denen er sich fast jeden Tag mit neuen Herausforderungen konfrontiert sah. Denn die Rahmenbedingungen für die Neugründung waren alles andere als einfach: Vor allem Lüdenscheid, wo das Autohaus die beiden Marken Alfa Romeo und Jeep vertreibt, war jahrelang ein weißer Fleck im Händlernetz. Acht Jahre lang gab es dort keinen Alfa-Romeo-Händler, vier Jahre lang keinen Jeep-Händler. Folglich musste Jeffrey Scott ohne Kundenstamm starten – von den rund 2.500 Alfa-Romeo- und Jeep-Bestandsfahrzeugen im märkischen Kreis war längst der Großteil in freie Betriebe abgewandert.

Auch die heute zwölf Mitarbeiter musste der Unternehmer an seinen beiden Standorten von null aufbauen – eine Aufgabe, die Jeffrey Scott rückblickend als besondere Herausforderung bezeichnet: „Wir haben hier viel Lehrgeld bezahlt“, bedauert er. Dazu kamen externe Störfeuer wie Lieferverzögerungen bei den CI-Elementen. Unter dem Strich dauerte es fast ein Jahr, bis im Lüdenscheider Betrieb die Herstellerlogos auf der Außenfassade prangten.

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