Kritische Onlinebewertungen: Das geht ja gar nicht!

Fluch oder Segen: Autohäusern bleibt heute nichts anderes übrig, als sich mit dem Feedback von Kunden im Internet auseinanderzusetzen. Diesen ist zwar viel erlaubt. Alles müssen sich Betriebe aber nicht gefallen lassen.

| Autor: Martin Achter

Daumen nach unten fürs Autohaus? Kfz-Betriebe müssen nicht jede Kritik von Internetnutzern hinnehmen – und haben gute Erfolgsaussichten, wenn sie sich gegen ungerechtfertigte Äußerungen wehren.
Daumen nach unten fürs Autohaus? Kfz-Betriebe müssen nicht jede Kritik von Internetnutzern hinnehmen – und haben gute Erfolgsaussichten, wenn sie sich gegen ungerechtfertigte Äußerungen wehren. (Bild: Achter)

Bewertungen im Internet können die wirtschaftliche Existenz der Bewerteten bedrohen. Auch das zeigte jüngst der Fall einer Ärztin, die bis zum Bundesgerichtshof gegen das Suchportal Jameda ankämpfte. Unternehmer müssen sich im Internet aber nicht alles bieten lassen, was Kunden glauben, dort sagen zu dürfen. »kfz-betrieb« hat mit dem Berliner Fachanwalt Dr. Ulrich Franz über die wichtigsten Fragen zu kritischen Onlinebewertungen gesprochen.

Verbraucher nutzen Onlinebewertungen, um sich über Unternehmen zu informieren. Sie wählen auf dieser Grundlage aus, zu welchem Autohaus oder zu welcher Werkstatt sie gehen – früher funktionierte dies häufig über Mundpropaganda. Für den Unternehmenserfolg sind Bewertungen unter anderem deswegen relevant, weil sie über Suchmaschinen in der Regel schnell auffindbar sind und die Punktesysteme der Portalbetreiber bei Verbrauchern oft den Anschein von Objektivität erwecken. Positive Bewertungen wirken dabei wie Gratiswerbung. „Negative Meinungsäußerungen können sich hingegen auch finanziell unmittelbar negativ auswirken“, sagt Ulrich Franz, Fachanwalt für Medienrecht in Berlin. „Dauerhafte negative Kritik kann sogar die wirtschaftliche Existenz bedrohen.“

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