Antriebstechnik: Wiener Glut

Elaborierte Motortechnik vom Dreizylinder bis zum V8 ließ sich auf dem Motorensymposium in Wien bestaunen. Allerdings nahm die Abgasreinigung in den Vorträgen deutlich mehr Raum ein als bislang.

| Autor: Jürgen Goroncy

Beim OM 654 wird das Stufenmulden-Brennverfahren angewendet, das die Partikelemissionen auf ein besonders niedriges Niveau absenkt.
Beim OM 654 wird das Stufenmulden-Brennverfahren angewendet, das die Partikelemissionen auf ein besonders niedriges Niveau absenkt. (Bild: Daimler AG)

Den Teilnehmerzahlen beim Internationalen Motorensymposium in Wien hat die Dieselkrise nicht geschadet. Mehr als 1.000 Motorenexperten, darunter Spitzenmanager der Automobilindustrie, Techniker und Wissenschaftler aus aller Welt, nahmen daran teil. Insgesamt 46 Vorträge standen auf dem Programm. In seiner Eröffnungsrede sprach der Gründer Prof. Hans Peter Lenz den Wettbewerb zwischen batterieelektrischen Fahrzeugantrieben (BEV) und dem in starker öffentlicher Diskussion stehenden Verbrennungsmotor an. „Batterien und Verbrennungsmotoren liegen miteinander im Wettstreit. Wer wird der Sieger sein? Beide Systeme weisen Vor- und Nachteile auf. Bei der E-Mobilität gibt es noch schwierige ungelöste Probleme, zum Beispiel die Kosten der Ladeinfrastruktur und deren Errichtung. Auch die Problematik, dass der Strom für E-Mobile regenerativ hergestellt werden sollte, bevor solche Fahrzeuge sinnvoll sind, ist zu erwähnen.“

BMW, Daimler und Volkswagen ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie auch weiter am Dieselmotor festhalten. Selbst Hochleistungsmotoren werden die Abgasvorgaben erfüllen.

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