Kapitalerhöhung Polestar holt sich 550 Millionen Dollar aus Asien

Autor: Christoph Seyerlein

Zuletzt war viel über einen möglichen Börsengang der schwedischen Premiummarke spekuliert worden. Nun schlägt Polestar aber vorerst einen anderen Weg ein.

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Unter anderem für den Auf- und Ausbau seines Vertriebsnetzes kann Polestar frisches Geld gut gebrauchen.
Unter anderem für den Auf- und Ausbau seines Vertriebsnetzes kann Polestar frisches Geld gut gebrauchen.
(Bild: Polestar)

Polestar hat sich erstmals Kapital von externen Investoren gesichert. Wie die schwedische Premiummarke am Freitag mitteilte, steckten mehrere Gesellschaften insgesamt 550 Millionen Dollar in das Unternehmen. Angeführt wird die Gruppe der Investoren von den chinesischen Geldgebern Chongqing Chengxing Equity Investment Fund Partnership, Zibo Financial Holding und Zibo Hightech Industrial Investment. Hinzu kommen der südkoreanischen Mischkonzerns SK, und eine Reihe weiterer Investoren. Die genauen finanziellen Details der Deals verriet das Unternehmen nicht.

Bislang war Polestar ein reines Investment der Gründungsmitglieder Geely und Volvo. Sie hatten die Marke 2017 ins Leben gerufen und dafür insgesamt 640 Millionen Euro in die Hand genommen.

Doch das reicht nicht mehr aus, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Die Nachfrage nach Elektroautos wächst. Und Polestar ist aktuell unter anderem dabei, ein Vertriebsnetz auf- und auszubauen. Zudem will der Hersteller nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren „mehrere bahnbrechende Fahrzeuge“ auf den Markt bringen.

Börsengang vorerst vom Tisch?

Polestar gab darüber hinaus bekannt, auch weiter auf Investorensuche zu sein. Man führe dazu fortlaufend Gespräche mit globalen Interessenten. Ein Börsengang, über den zuletzt spekuliert wurde, scheint damit vorerst keine Option zu sein.

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Fachredakteur Next Mobility