Pop-up-Stores sollen Messe-Verkauf ergänzen

Autor: Steffen Dominsky

Das noch junge Prinzip der Pop-up-Stores soll nun auch bei Oldtimern für Verkaufsfurore sorgen. Vier Wochen lang können Classic-Händler ihre Fahrzeuge potenziellen Käufern in einem zeitlich begrenzten Umfeld präsentieren.

Firmen zum Thema

Über Pop-up-Stores sollen Oldtimer in unterschiedlichsten Zusammenhängen ihre Kundenschaft ansprechen.
Über Pop-up-Stores sollen Oldtimer in unterschiedlichsten Zusammenhängen ihre Kundenschaft ansprechen.
(Bild: Michel)

Im Geschäft mit Neuwagen sind sie der letzte Schrei: sogenannte „Pop-up-Stores“. In diesem kurzfristig auftauchenden Geschäft auf Zeit hat man zwischen Klamotten und Karotten im Einkaufszentrum die Möglichkeit, sich über das neueste Modell X der Marke Y zu informieren, oder – aus Sicht des Händlers – gleich einen Kaufvertrag zu unterschreiben. Auch richtige „Läden“ in der Innenstadt, oder der „Previewroom“ auf der Baustelle dienen heute als temporäre Verkaufsfläche, um Appetit auf Autos zu machen. Diese Tatsache machen sich jetzt die Macher der Online-Handelsplattform Classic Trader zunutze.

Zusammen mit dem niederländischen Händler Potomac Classic und der Metropole Druten, einem Oldtimermuseum und Eventlocation an der deutsch-holländischen Grenze, haben sie das Konzept eines Pop-up-Stores für Oldtimer entwickelt: Es soll vom 30. März bis zum 28. April an den Start gehen. „Roy Bolks, der Eigentümer von Potomac Classics, hat mit ähnlichen Konzepten bereits gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Classic-Trader-Chefredakteur Paolo Ollig. Hintergrund bzw. Auslöser des „Aufplopp“-Läden ist eine einfache Tatsache: Seit einiger Zeit gehen die gewerblichen Verkäufe von Oldtimern im Rahmen gängiger Messekonzepte zurück.

„Um die teils hohen Kosten für die Standmiete zu decken, neigen Anbieter dazu, eher die hochpreisigen Fahrzeuge vom Schlage eines Porsche 911 oder Mercedes-Benz SL auszustellen. Das beißt sich in unseren Augen mit der zweiten Beobachtung, dass das generelle Kaufinteresse beim Publikum unverändert vorhanden ist. Nur dass diese potentiellen Kunden eher nach fair eingepreisten Einstiegsklassikern suchen als nach teuren Fahrzeugen am oberen Ende der Skala“, ist Ollig überzeugt

Die Alternative zur klassischen Messe

Die Idee eines Oldtimer-Pop-up-Stores ist es, an einem zentral gelegenen Ort mit automobilem Charakter für vier Wochen einen Showroom zu schaffen, in dem Interessenten eine breite Auswahl an Klassikern zu sehen bekommen. Das Ganze ohne den typischen „Klimbim“ von Oldtimer-Messen, rein fokussiert auf den An- und Verkauf von Klassikern. Dabei sollen vor allem bezahlbare Einstiegsklassiker angeboten werden, also auch Fahrzeuge, die Händler aus Kostengründen möglicherweise eher nicht auf eine Messe mitnehmen würden.

Aktuell sind circa 100 verbindlich gebuchte Plätze vergeben. Classics Trader rechnet mit etwa 200 Autos von Privatpersonen und gewerblichen Anbietern zu Beginn der Veranstaltung. Für Anbieter fällt eine im Vergleich zu Messen geringe Ausstellungsgebühr an; im Falle eines erfolgreichen Verkaufs ist eine individuelle Provisionsvereinbarung vorgesehen. Der Eintritt zum Pop-up-Store ist für Besucher kostenlos. Wer mehr über das Konzept wissen möchte,findet hier weitere Informationen.

(ID:45741882)

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group